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Abtreibungsgegner protestieren vor der Beratungsstelle von Pro Familia in der Palmengartenstraße in Frankfurt.
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Abtreibungsgegner protestieren vor der Beratungsstelle von Pro Familia in der Palmengartenstraße in Frankfurt.

Pro Familia in Frankfurt

Gegenwind für Abtreibungsgegner in Frankfurt

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
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Seit Aschermittwoch stehen täglich Abtreibungsgegner vor der Zentrale von Pro Familia in Frankfurt. Ein neu gegründetes "Bündnis für Frauenrechte" will jetzt dagegen halten.

Ein neu gegründetes Bündnis kündigt an, den Mahnwachen christlich-fundamentalistischer Abtreibungsgegner vor der Beratungsstelle von Pro Familia entgegenzutreten. „Es kann nicht sein, dass man Pro Familia so alleine lässt und die schwangeren Frauen erst recht nicht“, sagte Ursula auf der Heide, frauenpolitische Sprecherin der Grünen im Römer, der Frankfurter Rundschau. Die Grünen, die Grüne Jugend und mehrere Frauengruppen sammelten derzeit Mitstreiter für das Bündnis „Frankfurt für Frauenrechte“. Ab nächster Woche will das Netzwerk täglich vor dem Sitz von Pro Familia in der Palmengartenstraße im Westend Präsenz zeigen.

Seit Aschermittwoch hält die Initiative „40 Tage für das Leben“, die vor allem von fundamentalistischen Christen getragen und auch von der ultrakonservativen „Deutschen Vereinigung für eine Christliche Kultur“ (DVCK) beworben wird, täglich von 9 bis 15 Uhr Mahnwachen bei Pro Familia ab. Die Aktion, deren Konzept aus den USA stammt, läuft noch bis Ostern. Die Aktivisten, die vor Ort unter anderem christliche Symbole und Schockfotos von toten Föten hochhalten, zielen letztlich darauf ab, schwangere Frauen von einer Abtreibung abzuhalten.

Pro Familia bietet in gesetzlichem Auftrag sogenannte Schwangerschaftskonfliktberatungen an, die juristisch erforderlich sind, damit ein Schwangerschaftsabbruch straffrei bleiben kann. Ursula auf der Heide sagte der FR, die Mahnwachen erschwerten die Arbeit von Pro Familia. Schwangere Frauen, die sich in einer Krise nicht in der Lage sähen, an den Abtreibungsgegnern vorbeizugehen, könnten keine Beratung wahrnehmen. Daher müssten sogar Beratungstermine umgeplant werden.

Von Fundamentalisten moralisch unter Druck gesetzt zu werden, sei „für eine Frau in der Situation unzumutbar“, so auf der Heide. Das neue Bündnis wolle sich vor Ort mit den Betroffenen solidarisieren und aufzeigen, dass es eine gesellschaftliche Mehrheit für die Unterstützung ungewollt schwangerer Frauen gebe. In der Vergangenheit hatten bereits linke und feministische Gruppen gegen die christlichen Mahnwachen protestiert.

Brigitte Ott, die Geschäftsführerin von Pro Familia Hessen, sagte, die Schwangerschaftskonfliktberatungen könnten nicht wie gesetzlich vorgesehen anonym, druckfrei und ergebnisoffen sein, wenn betroffene Frauen durch ein Spalier vehementer Abtreibungsgegner gehen müssten. Das Frankfurter Ordnungsamt müsse die Mahnwachen an einen anderen Ort verlegen, forderte Ott. (mit dpa)

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