Kultur

Frankfurt: Die CDU ist gegen ein Weltkulturen-Museum im Altbau

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Das Weltkulturen-Museum soll nach Ansicht der Christdemokraten am Willy-Brandt-Platz entstehen, nicht im Hochhaus an der Neuen Mainzer Straße.

Das Weltkulturen-Museum soll nach Ansicht der CDU im Römer künftig in einem Neubau am Willy-Brandt-Platz unterkommen, nicht in einer Dependance im geplanten Hochhaus der Helaba an der Neuen Mainzer Straße. Wie Thomas Dürbeck, der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion sagte, sei die Bauzeit für das Hochhaus noch unklar. „Ein Bauvorbescheid ist noch lange keine Baugenehmigung, und ob in der derzeitigen Wirtschaftslage ein 195-Meter-Hochhaus mit fast 95 000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche realisiert wird, ist mehr als fraglich“.

Auch sei die Dependance des Museums, die auf 900 Quadratmetern im vierten Obergeschoss untergebracht werden soll und auf 15 Jahre mietfrei befristet wäre, „kaum sichtbar und müsste absehbar ein Nischendasein fristen“, sagte er. Der MMK Tower habe eine fast doppelt so große Ausstellungsfläche. Wenn es nach der CDU ginge, wäre das Weltkulturen Museum nach einem Umzug vom Schaumainkai besser komplett am Willy-Brandt-Platz untergebracht. Dafür müssten Oper und Schauspiel an einer anderen Stelle gebaut werden.

Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) verteidigte die Pläne für das Weltkulturen-Museum am Montagabend im Kulturausschuss. Dieses habe nun endlich eine Perspektive. Wann die Dependance öffnen könnte, vermochte Hartwig auf Fragen hin nicht zu sagen. Auf den Zeitplan habe sie keinen Einfluss. Es werde aber voraussichtlich nicht ewig dauern.

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