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Nicole Wächtler, Pia Grambart-Delalic und Michaela Heidlas-May (v.l.) vor ihrem Werk im Günthersburgpark.
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Nicole Wächtler, Pia Grambart-Delalic und Michaela Heidlas-May (v.l.) vor ihrem Werk im Günthersburgpark.

Three for Wall

Gegen die Straßentristesse

  • Nadine Benedix
    VonNadine Benedix
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Das Künstlerkollektiv Three for Wall möchte nach dem Günthersburgpark auch in Bockenheim Flächen verschönern.

Leuchtende Farben, fantasievolle Figuren und aufwendige Muster – die Entwürfe des Künstlerkollektivs Three for Wall entführen die Betrachter in bunte Welten, die auf einen zweiten Blick meist gar nicht so abstrakt sind wie sie erscheinen. „Wir verarbeiten immer Bekanntes – man erkennt zum Beispiel viel von Frankfurt in den Malereien“, sagt Pia Grambart-Delalic, eine der drei Künstlerinnen.

Gemeinsam mit Michaela Heidlas-May und Nicole Wächtler hat sie bereits das Gartenhäuschen des Grünflächenamtes im Günthersburgpark gestaltet. Nun wollen die drei auch in Bockenheim aktiv werden. „Wir könnten uns vorstellen eine Fläche an der Bockenheimer Warte bunter zu machen“, sagt Wächtler. Farbakzente in der Stadt setzen, die graue Straßentristesse auflockern, einen Bruch mit dem Alltag markieren – das ist das Ziel von Three for Wall. „Gerade nach den Ferien entdecken die Menschen wieder ihre Lust auf Farbe und Formen. Aus dem Urlaub bringen sie bunte Stoffe mit – genau das braucht auch Frankfurt“, sagt Heidlas-May.

Eine konkrete Fläche haben die Künstlerinnen noch nicht gefunden. Eine blaue Wand des Juridicums, neben dem Café Juridicum an der Senckenberganlage, käme für sie in Frage. Gespräche für eine Genehmigung der Goethe-Universität laufen.

„Wir sind aber immer offen: Falls Eigentümer Interesse an unserer Kunst haben, sind wir flexibel“, betont Grambart-Delalic. Leider gäbe es noch immer Vorurteile gegenüber der Wandmalerei. „Die meisten verwechseln unsere Kunst mit Graffitis, dabei ist das etwas ganz anderes“, sagt Wächtler. Ihnen ginge es nicht darum eine bestimmte Nachricht auf die Straße zu tragen. Die Wandmalerei sei eher eine Ästhetik, die die Stadt lebendiger machen soll. „Frankfurt tendiert dazu sehr gleichförmig und grau zu werden“, sagt Heidlas-May.

Das Schöne und Fröhliche wieder in den Mittelpunkt rücken

Die Kunst von Three for Wall sei eine positive Kunst, die das Schöne und Fröhliche wieder in den Mittelpunkt rücken will. „Das spiegelt auch uns selbst wieder“, sagt Heidlas-May. Vom pink-gelben Rock bis zur bunten Wohnung: „Farbe bringt Lebensfreude“, sagt die Kunstpädagogin.

Neben der Projektarbeit als Three for Wall arbeitet Heidlas-May als Lehrbeauftragte an der Fachhochschule und der IGS. Auch Pia Grambart-Delalic arbeitet als Lehrerin. Darüber hinaus ist sie auch alleine als Künstlerin tätig. Ebenso Nicole Wächtler, die auch ihr eigenes Haus mit Wandmalerei gestaltet hat. „Ich arbeite schon seit vielen Jahren im öffentlichen Raum – mal alleine, mal in pädagogischen Projekten mit Kindern und Anwohnern“, berichtet sie.

Als Three for Wall schlossen sich die Frauen vor drei Jahren zusammen. „Unsere gemeinsame Arbeit ist sehr besonders – jeder bringt eigene Motive und Malstile mit ein, die wir dann zu einem großen Bild werden lassen“, sagt Wächtler. Während sie vor allem abstrakte Formen entwerfe, sei die Arbeit von Heidlas-May realistischer. Steckenpferd von Pia Grambart-Delalic sind indes grafische Formen und Illustrationen.

Das größte Hindernis für sie sei es, öffentliche Stellen von ihrer Kunst zu überzeugen. „Dabei gibt es keinen besseren Schutz gegen Vandalismus als Kunst“, sagt Nicole Wächtler. Aktuell stehen sie auch in Gesprächen mit FES und Mainova. Kreativität sei genug da, um in der ganzen Stadt Akzente zu setzen. „Wir sind nur auf Kooperation angewiesen.“

Weitere Infos zur Arbeit von Three for Wall gibt es online unter: www.threeforwall.com

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