Frankfurt-Nord

Gegen den Krähenkot

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Die Beschwerden sind zahlreich. Gleich drei Ortsbeiräte wollen nun Verunreinigungen vorbeugen.

Beschwerden rund um die U-Bahn-Station Kalbach reißen nicht ab. Immer wieder regen sich Fahrgäste über schmutzige Bahnsteige, Buswartebereiche und einen verdreckten Park-and-Ride-Parkplatz auf. Schuld sind dort nistende Saatkrähen. Der Ortsbeirat 12 bittet den Magistrat der Stadt Frankfurt nun zu prüfen, wie das Ausmaß des Krähenkots gestoppt werden kann.

„Die Belastung des genannten Bereichs mit Vogelkot und herabfallendem Nistmaterial hat das tolerable und verantwortbare Maß überschritten“, begründet die CDU ihren Antrag. Neu ist das Problem nicht. Bereits vor zwei Jahren forderte der Ortsbeirat 12 den Magistrat dazu auf, sich der Sache anzunehmen. Ohne Ergebnis.

Die Brut- und Niststätten der Saatkrähen werden von den Vögeln in der Regel jedes Jahr auf Neue aufgesucht. Sie befinden sich oft in den Kronen großer Bäume. Gemäß der Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Union sowie des Bundesnaturschutzgesetzes verwies der Magistrat seinerzeit auf das zu wahrende Verbot, die Nester zu zerstören oder zu beseitigen.

Auch die Forderung nach zusätzlichen Unterstellmöglichkeiten als Schutz vor Verunreinigungen durch Vogelkot lehnte der Magistrat mit Verweis auf entstehende Kosten sowie ausreichend vorhandener Unterstellmöglichkeiten ab.

Da die Flächen rund um die Bahnstation aber nach wie vor mit Vogelkot übersät sind, fordert jetzt der Ortsbeirat 12 erneut die Stadt auf, dort regelmäßig zu reinigen und die Wartebereiche zusätzlich zu überdachen. „Die klare, uneingeschränkte Akzeptanz des Vogelschutzes kann den Magistrat nicht von seiner Verantwortung entlasten, diesen Knotenpunkt des öffentlichen Personennahverkehrs in einem hygienisch unbedenklichen Zustand zu halten“, teilt die CDU im Antrag mit.

Auch in den Ortsbeiräten 10 und 14 sind die Saatkrähen ein Thema. Bereits im Mai hat das Harheimer Gremium einstimmig beschlossen, dass die Stadt am Kalbacher Parkplatz aktiv wird, den auch viele Harheimer nutzen. Im Ortsbeirat 10 wird gefordert, dass der Magistrat in Bonames tätig wird. Er soll prüfen, wie die Saatkrähenkolonie, die für die Verunreinigungen verantwortlich ist, umgeleitet werden kann. Laut Antragssteller Robert Lange (CDU) könnte das zum Beispiel passieren, indem am Ende der Brutzeit störende Nester umgesetzt werden.

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