Kinderbetreuung

CDU gegen Gratis-Krippen in Frankfurt

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
    schließen

Die CDU im Frankfurter Römer kritisiert den Vorstoß von OB Feldmann für die Streichung der Gebühren für die U3-Betreuung in Kitas. Das koste viel Geld und sei nicht nötig.

Die CDU im Römer wendet sich gegen eine kostenlose U3-Betreuung in den städtischen Kitas. Dafür hatte sich Oberbürgemeister Peter Feldmann (SPD) einmal mehr beim Neujahrsempfang der Stadt stark gemacht.

CDU-Fraktionschef Nils Kößler wirft Feldmann vor, eine Politik nach dem Prinzip „Alles wird gratis“ zu betreiben. Das sei weder solide noch nachhaltig. Zumal es keine seriöse Gegenfinanzierung für Feldmanns Vorschlag gebe. Schon jetzt steige die Verschuldung der Stadt immer weiter, sagt Kößler. Rechnerisch habe jeder Frankfurter bereits rund 3000 Euro Schulden der Stadt mitzutragen.

Feldmann verspreche zudem soziale Wohltaten, die gar nicht nötig seien, kritisiert Kößler. „Schon heute können in Frankfurt Hartz-IV-Empfänger und nicht verdienende Eltern für den Krippen- oder Kitabesuch ihres Kindes ohne weiteres freigestellt werden.“ Für einen Ganztageskrippenplatz zahlten Eltern mit Einkommen maximal 198 Euro im Monat, obwohl dieser Platz Land und Stadt etwa 1600 Euro im Monat koste. Land und Stadt übernähmen also jetzt bereits mehr als 80 Prozent der anfallenden Kosten, sagt Kößler.

Eltern mit neugeborenen Kindern seien zudem nicht primär an einem „SPD-Geldsegen“ interessiert, behauptet Kößler. „Für sie ist wichtig, dass genügend Betreuungsplätze zur Verfügung stehen und die Qualität der Betreuung verbessert wird, sagt der CDU-Fraktionschef. cm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare