Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

An der Hauptwache versammeln sich die Menschen, um gegen Gewalt und für Anerkennung zu demonstrieren.
+
An der Hauptwache versammeln sich die Menschen, um gegen Gewalt und für Anerkennung zu demonstrieren.

Frankfurt

Gegen Gewalt und Ausgrenzung

  • Hanning Voigts
    vonHanning Voigts
    schließen

Kundgebung nach transphobem Angriff in der Innenstadt. Integrationsdezernentin Sylvia Weber fordert Sensibilisierung.

Als die Moderatorin alle Anwesenden begrüßt, scheint die Abendsonne warm auf die Katharinenkirche. Etwa 80 Menschen haben sich am frühen Donnerstagabend auf der Hauptwache versammelt, Regenbogen-Fahnen in den Händen. „Stop Homophobia“ steht auf anderen Flaggen, stoppt Homophobie.

Das „Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt“ hat zu einer Kundgebung gegen Gewalt gegen LGBTIQ aufgerufen, also gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, intersexuelle und queere Menschen. Anlass ist der Angriff auf eine Transfrau Ende März, bei der eine 27-Jährige von drei Männern transphob bepöbelt und von einem von ihnen mit Faustschlägen angegriffen und erheblich verletzt wurde.

Es sei „unerträglich“, dass es nach einer ähnlichen Attacke im November vergangenen Jahres schon wieder eine solchen Übergriff gegeben habe, sagt Integrationsdezernentin Sylvia Weber (SPD), die sich der Kundgebung angeschlossen hat. Eine solche brutale Tat sei „beschämend für unsere Stadt“. Es sei wichtig, Solidarität zu zeigen und gegen Diskriminierung und Gewalt von LGBTIQ aufzustehen, sagt Weber. „Alle Menschen sind wichtig, alle Menschen haben das Recht, in dieser Stadt sicher zu leben.“ Es müsse viel stärker für Homo- und Transphobie sensibilisiert werden, in der Verwaltung, in der Polizei und an Schulen.

Solidarität und Aufklärung

Dass man schon in den Schulen über Homo- und Transfeindlichkeit aufklären müsse, glaubt auch Petra Weitzel von der Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität. „Ich glaube nicht, dass Menschen ab Geburt diesen Hass in sich haben, den kriegt man beigebracht“, sagt Weitzel. Sensibilisierung für LGBTIQ-Themen müsse an die Schulen und in die Elternhäuser. Und die Bundesregierung müsse einen nationalen Aktionstag gegen Homo- und Transphobie auflegen.

Der Frankfurter Stadtverordnete Michael Müller (Die Linke) sagt, es brauche mehr Sichtbarkeit für LBGTIQ, mehr Widerspruch gegen Ressentiments, Solidarität und auch Geld für Clubs und Schutzräume für die queere Community. Es dürfe nicht sein, „dass nach Corona der Kürzungshammer kommt“, sagt Müller unter dem Applaus der Versammelten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare