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Blaulicht auf Polizeiauto

Kriminalität

Wegen gefälschter Düfte vor Amtsgericht Frankfurt

Ein Pärchen will seine Urlaubskasse aufbessern, verstößt dabei gegen das Markengesetz und steht nun vor Gericht.

Weil er in größerem Umfang Parfüm-Fälschungen auf der Internet-Plattform „Facebook“ zum Kauf angeboten hatte, ist ein 30 Jahre alter Kaufmann am Montag vom Amtsgericht Frankfurt zu einem Jahr und fünf Monaten Bewährungsstrafe verurteilt worden. Seine 28 Jahre alte Verlobte erhielt wegen Beihilfe eine Geldstrafe von 2250 Euro (150 Tagessätze). Bei beiden Angeklagten ging das Gericht von Verstößen gegen das Markengesetz aus.

Bevor noch reguläre Kunden die für etwa ein Zehntel des regulären Verkaufspreises im Internet angebotenen „Markendüfte“ kaufen konnten, hatte sich bereits ein Ermittler der Polizei mit einem Probekauf an den Anbieter gewandt und 50 Duft-Fälschungen bestellt. Von den Flacons waren lediglich die Etiketten echt. Vor Gericht erklärte das Pärchen, mit dem erhofften Erlös habe man unter anderem die Urlaubskasse aufbessern wollen.

Maßgeblich für das Urteil war neben dem Geständnis der Umstand, dass beide Angeklagte auf die Zurückgabe der rund 30 000 Euro Bargeld verzichtet hatten, das von der Polizei neben knapp 9200 Parfümflaschen bei der Durchsuchung der Wohnung beschlagnahmt worden war. Darüber hinaus sei zumindest im Prozess nicht nachgewiesen worden, dass es tatsächlich einen Geschädigten gegeben habe, so der Amtsrichter. (dpa)

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