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Auftritt von Schülerinnen und Schülern der Goetheschule in Dieburg in der Paulskirche.
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Auftritt von Schülerinnen und Schülern der Goetheschule in Dieburg in der Paulskirche.

Erinnerung

Gedenkstunde zum Volkstrauertag in Frankfurt

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Schülerinnen und Schüler aus Dieburg haben den Volkstrauertag in der Paulskirche gestaltet.

Vor 80 Jahren begannen die Angriffskriege von Nazi-Deutschland gegen die Sowjetunion, Griechenland und Jugoslawien. Im Zweiten Weltkrieg kamen insgesamt mehr als 60 Millionen Menschen ums Leben. Bei der Gedenkstunde zum Volkstrauertag in der Frankfurter Paulskirche am Sonntag erinnerten die Redner:innen an die Opfer von Krieg und Gewalt – damals und heute.

Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff (Grüne) wies darauf hin, dass momentan in 25 Staaten weltweit Kriege geführt würden – Syrien, Afghanistan, Jemen und Sudan seien nur einige Beispiele. Sich das bewusst zu machen und beim Volkstrauertag an die Opfer früherer und heutiger Kriege zu denken sei „keine überkommene Tradition“, sondern „Teil der Erinnerungskultur“.

Schülerinnen und Schüler der Goetheschule aus Dieburg östlich von Darmstadt hatten die Gedenkstunde mit Wortbeiträgen und Liedern gestaltet. Sie sangen „Imagine“ von John Lennon und zitierten selbst verfasste Gedichte, in denen es unter anderem hieß: „Wenn wir nicht aufpassen, ist Frieden vergänglich. Pandemien, Klimawandel, Kriege, wir haben Probleme und zwar viel zu viele.“

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) rief dazu auf, die Demokratie, den Frieden und das geeinte Europa zu verteidigen. „Daran müssen wir immer wieder aufs Neue und entschlossen arbeiten“, sagte er. In seinem Gedenken schloss er neben den Opfern der beiden Weltkriege die Menschen mit ein, die Opfer von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus geworden sind. Stellvertretend nannte er die Attentate in Hanau und in Halle. „Wir werden Haltung zeigen gegen Rechtsextremismus und für eine starke Demokratie“, sagte er.

Der Volkstrauertag wurde erstmals 1922 im Deutschen Reichstag in Berlin begangen. Die Initiative ging vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge aus, der sich nach dem Ersten Weltkrieg gegründet hatte. In Nazi-Deutschland wurde der Volkstrauertag von NSDAP und Wehrmacht ideologisch zum „Heldengedenktag“ umgedeutet.

Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland organisierte wieder der Volksbund den Volkstrauertag ab 1950. Die zentrale Gedenkveranstaltung ist im Plenarsaal des Deutschen Bundestags, wo am Sonntag Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach. In der Paulskirche richteten das Land Hessen, die Stadt Frankfurt und der Volksbund die Feier gemeinsam aus. Der Termin ist jedes Jahr zwei Sonntage vor dem ersten Advent. Der Volksbund betreut im Auftrag der Bundesregierung die Gräber von mehr als 2,8 Millionen Kriegstoten auf 832 Kriegsgräberstätten in 46 Staaten.

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