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Und gefällt’s dir? Im Kinder- und Jugendhaus Riederwald freuen sich alle aufs Verkleiden.

Feste

Frankfurts Kinder- und Jugendhilfe: Geburtstag im 20er-Jahre-Look

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Die Kommunalen Kinder- und Jugendeinrichtungen in Frankfurt laden zu besonderen Jubiläumsfeiern.

Es sollen mehrere Riesensausen in der ganzen Stadt werden. Bunte Feste mit Clowns und Tanz, Feiern mit Verkleidung und Tage der offenen Tür für Groß und Klein. Dass die kommunalen Kinder- und Jugendeinrichtungen in diesem Jahr ein geballtes Programm haben, liegt vor allem auch am 20-jährigen Bestehen ihres Trägers: der Kommunalen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Es sind also stadtweite kleine Geburtstagsfeiern.

Der Eigenbetrieb der Stadt wurde am 1. Januar 1999 gegründet und unterhält Einrichtungen und Dienste für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie Familien. Man unterscheidet zwei große Geschäftsbereiche. Zum einen die mehr als 15 Einrichtungen der Jugend- und Erziehungshilfe, zu denen beispielsweise die Kinder-, Jugend- und Elternberatungen in verschiedenen Stadtteilen, die Zentren für Erziehungshilfe sowie das Kinderheim Rödelheim und die Inobhutnahmen in Höchst und Bornheim zählen.

Der andere Bereich ist die offene Kinder- und Jugendarbeit mit 20 Einrichtungen, darunter die Jugendbüros in Sossenheim, Bornheim und der Nordweststadt oder auch die Kinder- und Jugendhäuser in verschiedenen Stadtteilen.

In den zurückliegenden 20 Jahren habe sich auch einiges verändert, berichtet Sandra Preiß von der Kommunalen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. So sei vor kurzem das Medienstudio Bornheim dazugekommen. „Wir ergänzen die Landschaft der Angebote für Kinder und Jugendliche in Frankfurt.“ Gemeinsam mit den freien Trägern bilde man ein gesamtstädtisches Konzept. So gehe es beispielsweise nicht darum, unbedingt in jedem Stadtteil vertreten zu sein. Wenn die Angebote der freien Träger dort ausreichen, brauche die Stadt nicht zu handeln. Die Entscheidung ob die Arbeit ausgeweitet wird, treffe letztlich das Jugendamt.

Das Kinder- und Jugendhaus Riederwald nimmt die 20 Jahre bei seinem Angebot wörtlich. Unter dem Motto „The Roaring Twenties“ – im Deutschen die Goldenen Zwanziger – wird am 28. Juni eine Party organisiert. „Wir werden die Räume dekorieren und uns auch verkleiden“, sagt Mitarbeiterin Roswitha Steinborn. Kopfschmuck, Federboas und Bärte sind nur einige Utensilien, die Kinder und Erwachsene kleiden werden.

Darüber hinaus werde es ein Buffet und Spiele aus den 20er-Jahren geben. Bei der Musik wolle man aber einen Kompromiss eingehen. Damit die Kinder sich nicht langweilen, werde es einen Mix aus Chartmusik und 20er-Jahre-Klängen geben.

Der Jugendladen Bornheim fokussiert sich bei seinem Jubiläumsangebot auf die Mädchen. Am 28. Juni wird ein Workshop zur Zeichentechnik „Urban Sketching“ angeboten. Übersetzt bedeutet das Ganze so viel wie städtische Skizzierung. „Wir schnappen uns Stifte und ein Klemmbrett mit Papier und versuchen mit dem Bild den Moment einzufangen“, sagt Workshop-Leiterin Simone Gerhardt. Ziel sei dabei nicht, das perfekte Gesicht zu malen, sondern ein Gefühl einzufangen. Es kann eine ganz alltägliche Situation skizziert werden, drinnen oder draußen, was immer einem über den Weg läuft.

Die Methode der bildenden Kunst liege zurzeit sehr im Trend. Die Jugendlichen und das Betreuerinnen-Team des Jugendladens hatten sie einfach mal ausprobiert und schnell wurde allen klar: Das hat Spaß gemacht. „Seitdem hat es uns nicht mehr losgelassen“, sagt Gerhardt. Der Workshop am 28. Juni sei die optimale Gelegenheit, das Urban Sketching kennenzulernen. Er sei für Anfänger geeignet und jedes Mädchen aus dem Stadtteil könne spontan dazukommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. „Das Angebot hilft auch, ein Kunstverständnis zu entwickeln“, sagt die Sozialarbeiterin im Anerkennungsjahr, India Nagler.

Das Angebot ist für Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 bis 18 Jahren. Es geht von 15 bis 19 Uhr. Am 23. August von 18 bis 20.30 Uhr wird es darüber hinaus eine Ausstellung in den Räumen des Jugendladens, Mainkurstraße 44, geben. Dort werden dann die Arbeiten der Teilnehmerinnen präsentiert.

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