Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der Flughafen-Stadtteil Gateway Gardens soll unter anderem besser an den Nahverkehr angebunden werden.
+
Der Flughafen-Stadtteil Gateway Gardens soll unter anderem besser an den Nahverkehr angebunden werden.

Frankfurt-Süd

Gateway Gardens wird neu geplant

  • VonMichael Rebmann
    schließen

An der Planung des Flughafen-Stadtteils gibt es Kritik von Seiten der Bürger. Nach einem schweren Unfall soll zudem auch die Kreuzung an der Osthafenbrücke entschärft werden.

Der Flughafen-Stadtteil Gateway Gardens wird noch einmal neu geplant. Das insgesamt zirka 47 Hektar große ehemalige Gelände der US-Armee soll grüner und besser an den Nahverkehr angebunden werden. Einen ersten Bebauungsplan dafür stellte das Stadtplanungsamt am Freitagabend im Ortsbeirat 5 (Sachsenhausen, Oberrad, Niederrad) Bürgern und Lokalpolitikern zur Diskussion. Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres soll der fertige Plan einen Monat für die Öffentlichkeit ausgelegt werden.

Neben einem S-Bahn-Anschluss, den der Bund mit 112 Millionen Euro unterstützt, werde zusätzlich ein Tunnel gebaut, der direkt von Gateway Gardens zum Flughafengelände führe, erklärte Klaus-Peter Gemper vom Stadtplanungsamt. Die Flugsicherung prüfe derzeit außerdem Entwürfe für Hochhäuser mit einer maximalen Höhe von 60 Metern.

Logistischer Drehpunkt

Der neue Stadtteil soll künftig nach den Plänen der Stadt „flughafenaffine“ Unternehmen anziehen und sich zu einem logistischen Drehpunkt entwickeln. Daneben bietet Gateway Gardens Platz für Hotels. Rund 18 000 Menschen könnten dort einmal arbeiten. Bereits jetzt haben sich unter anderem der Logistikkonzern Schenker oder die Fluggesellschaft Condor dort angesiedelt. Wohnraum kann aufgrund des Fluglärms nicht entstehen.

Am Freitagabend sahen Bürger die Pläne überwiegend kritisch. So wurde die Sorge geäußert, dass der neue Stadtteil eine zu große finanzielle Belastung für die Stadt sein könnte. Die Befürchtung teilte das Stadtplanungsamt nicht: Auf lange Sicht werde sich Gateway Gardens „volkswirtschaftlich lohnen“, sagte Ulrich Kriwall vom Planungsamt, schon wegen der zu erwartenden Gewerbesteuereinnahmen. Letztere könnten in Gemeinden der Rhein-Main-Region wegbrechen, wenn Logistikfirmen aus der Umgegend ihren Sitz in das neue Logistikzentrum verlegen würden, lautete eine weitere Sorge aus den Reihen der Bürger.

Nach dem schweren Unfall am südlichen Ende der Osthafenbrücke, bei dem eine Radfahrerin von einem Lkw erfasst und lebensgefährlich verletzt wurde, verabschiedete das Ortsteilparlament zudem einstimmig einen Antrag zur Entschärfung der Kreuzung am Brückenende. Ein Lkw-Fahrer – aus Richtung Offenbach kommend – hatte die Radfahrerin am 22. Juni offenbar beim Abbiegen auf die Brücke übersehen. Um weitere Unfälle zu verhindern, fordert der Ortsbeirat unter anderem einen Verkehrsspiegel, durch den Radfahrer im toten Winkel besser wahrgenommen werden können. Zudem wollen die Grünen mit Restmitteln der Stadt aus dem Jahresabschluss 2016 eine Rampe errichten. Vom Tiefkai kommend sollen Radfahrer künftig direkt über die Rampe auf die Ostseite der Brücke fahren können.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare