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Cassandra Steen, Stargast beim Ball im kommenden Frühling.

Palmengarten

Frühlingsball erst im April

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Der Palmengarten feiert ? doch die Einnahmen aus dem traditionellen Frühlingsball kommen nicht der geplanten Ausstattung des Blüten- und Schmetterlingshauses zugute.

Der Frühlingsball im Palmengarten steigt 2019 nicht wie gewohnt Anfang März, sondern erst Ende April. Und noch etwas ist neu: Der Erlös aus dem Ticketverkauf fließt diesmal nicht wie sonst in die Ausstattung des geplanten Blüten- und Schmetterlingshauses; dafür war die Gala 2014 gegründet worden. 

Von nun an gehe das Geld an die Stiftung Palmengarten und Botanischer Garten, die damit ein breiteres Spektrum an Zielen verfolgen könne, sagt Katja Heubach am Dienstag, die Palmengartendirektorin und Stiftungsvorsitzende. Sie nennt etwa die Grotte im Palmenhaus, die einer Sanierung bedarf, und überraschend auch die sogenannten vertikalen Gärten. 

Daran hatte sich schon ihr Vorgänger Matthias Jenny versucht und für viel Geld eine Versuchsanlage mit mehreren Testgärten entlang der Zeppelinallee installieren lassen. Ohne Erfolg: Das Projekt galt als hoffnungslos, besonders die Wasserversorgung der senkrecht angebrachten Beete schien zu aufwendig. Die neue Chefin will sich offenbar noch einmal daran wagen. Das Blüten- und Schmetterlingshaus sei aber nicht vergessen, verspricht sie. Nach mehreren Verschiebungen solle der Neubau 2021 eröffnet werden, rechtzeitig zum 150-jährigen Bestehen des Gartens. 

Zuvor wird aber gefeiert. Am 27. April beim Frühlingsball soll Nachhaltigkeit Trumpf sein, und als Stargast tritt Cassandra Steen auf, die Sängerin, die mit Top-Ten-Hits wie „Darum leben wir“ bekannt wurde. Zugesagt haben auch die Damen-Tanzband Princess-Cut, Party-Pianist Sascha Klaar, die Marching Band Acoustic Club und der bewährte DJ Dennis Smith. Durchs Programm wird Andrea Ballschuh führen. „Wir kennen sie alle aus dem Fernsehen volle Kanne“, sagt Palmengarten-Verwaltungschef Bernd Ochs, aber wer Ballschuh wirklich aus dem Fernsehen kennt, der weiß, dass Ochs präzise gesagt hat: „Wir kennen sie alle aus dem Fernsehen – „Volle Kanne‘.“ So heißt eine Sendung, die sie dort moderiert. 

Wie gewohnt wird es für den Ball Tickets in vier Kategorien geben, zu Preisen zwischen 111 und 499 Euro. Die teuersten Tickets kosten genauso viel wie im vorigen Jahr, die günstigsten sogenannten Flanierkarten sind zwölf Euro teurer geworden. 

Eine Tombola gibt’s auch, sagt Stiftungsschatzmeister Jens Krause, und zwar mit „hochpreisigen Gewinnen“, aber wer will, kann natürlich wie immer auch einfach noch was spenden. Da ist der Palmengarten nicht so. Versteigert wird diesmal nichts. Von Kunstauktionen beim Ball ist der neue Festorganisator Sven Müller nicht überzeugt, die bremsen ihm die Party zu sehr aus. Müllers PR-Agentur hat am Dienstag 8500 Einladungen an potenzielle Gäste – also Leute mit genug Geld – verschickt. Wenn die alle kommen, wird’s eng. Müller rechnet mit gut 1200 Besuchern. 

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