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Weniger Tauben an der Galluswarte

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Von: Matthias Bittner

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Die Stadt hat Unterführung an der S-Bahn-Station mit Gittern und Blechen vor nistenden Vögeln gesichert. Zuvor hatten sich viele Fahrgäste und Menschen, die dort zu Fuß unterwegs waren, über Taubenkot beschwert.

Taubenkot an den beiden Unterführungen der S-Bahn-Station Galluswarte ist seit Jahren ein großes Ärgernis für Fahrgäste sowie Fußgänger:innen. Allerdings waren verschiedene Maßnahmen geplant, um die Situation zu verbessern. Der unter anderem für das Gallus zuständige Ortsbeirat 1 (Altstadt, Bahnhof, Europaviertel, Gallus, Gutleut, Innenstadt) hatte nun kürzlich beim Magistrat nachgefragt, wie der aktuelle Sachstand ist.

Die Vergrämungsmaßnahmen an der Galluswarte sind demnach abgeschlossen. Das Anbringen von Gittern und Blechen an der Unterführung in der Mainzer Landstraße habe sich bewährt. Zu diesem Ergebnis kommt der Magistrat, weil es bei der Abteilung Veterinärwesen des Ordnungsamts keine Beschwerden mehr bezüglich einer Taubenproblematik gegeben habe. Deshalb sind derzeit auch keine weiteren Maßnahmen mehr geplant.

Das Gebiet um die Galluswarte gehört in die Reinigungsklasse III. Der Abschnitt vom Platz der Republik bis zur Mönchhofstraße wird fünfmal wöchentlich immer montags bis freitags gereinigt.

Zusätzlich reinigen der Dienstleister und Mitarbeiter der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH rund um die S-Bahn-Station ein- bis zweimal wöchentlich mit Hilfe eines Kleinwasserwagens. Bei Frost ist laut Magistrat eine Nassreinigung allerdings nicht möglich. Grundsätzlich stünde eine höhere Reinigungsfrequenz in keinem angemessenen Kosten-Nutzen Verhältnis.

Verzicht auf Taubenhaus

Auf ein Taubenhaus auf dem Gelände der S-Bahn-Station oder in unmittelbarer Umgebung ist in Abstimmung mit dem Stadttaubenprojekt verzichtet worden. Aufgrund der baulichen Gegebenheiten, der Zugangsmöglichkeiten oder des Umstands, dass Eigentümer:innen kein Interesse an der Errichtung eines Taubenhauses auf ihren Flächen und Gebäuden hatten, hat sich der Magistrat besonders auf die Liegenschaft Adam-Riese-Straße konzentriert. In dem Gebäude ist das Grünflächenamt untergebracht. Da die bestehende Nutzung beeinträchtigt wäre und zusätzliche Kosten anfallen würden, wurde ein Taubenhaus auf dem Dach des Gebäudes aber abgelehnt. Die Dachterrasse werde zum Aufenthalt in den Pausen sowie als Erweiterungsfläche der Kantine, ein abgelegener Teil des Daches durch einen Imker genutzt. Bei den Außenflächen rund um den Fuhrpark müssten mögliche Ansitzflächen umgestaltet werden, um sicherzustellen, dass nichts verkotet wird.

Und weil die Nutzung des alten Wasserturms im Europaviertel noch nicht feststeht, ist derzeit nicht klar, ob vielleicht dort ein Taubenhaus möglich wäre. Alternative Flächen als Standort für ein Taubenhaus seien nicht bekannt.

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