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Eingangsbereich des geplanten Integrationszentrums in der Mainzer Landstraße 293 (Archivbild).

Kommentar

Die Stadt verpulvert zu viel Geld

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Die Räume für das Integrationszentrum im Gallus sind längst angemietet, doch richtig eingerichtet ist es immer noch nicht - ein fragwürdiger Umgang mit dem Geld der Steuerzahler. Der Kommentar.

Es ist gut und wichtig, die Aktivitäten der Stadt Frankfurt für die gesellschaftliche Integration von Migrantinnen und Migranten unter einem Dach zu bündeln. Doch die Umsetzung dieses Vorhabens im Gebäude Mainzer Landstraße 293 provoziert Kritik und Fragen.

Die Stadt zahlt für das Haus über 20 Jahre hinweg insgesamt 57 Millionen Euro Miete an einen privaten Versicherungskonzern. Das ist sehr viel, das ist zu viel Geld. Es hätten sich sicherlich auch preiswertere Räume für ein Integrationszentrum finden lassen. Eine Fläche von 15.000 Quadratmetern in einem siebenstöckigen Gebäude erscheint überdimensioniert. Natürlich ist es richtig, dass die Stadt Initiativen und Vereinen auch Räume für Veranstaltungen anbietet. Dass bisher aber nicht einmal 100 Menschen fest auf einer so großen Fläche arbeiten, zeigt die falsche Dimension des Gebäudes.

Dass es in dem Jahr, seit die Stadt Miete zahlt, nicht gelungen ist, das Haus einzurichten, wirft kein gutes Licht auf die internen Prozesse der Kommune. Die Art und Weise, wie die Stadt hier mit dem Geld der Steuerzahler umgeht, ist fragwürdig.

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