Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gallus

Tunnel durch den Homburger Damm im Gallus

Die Arbeiten an der Frankenallee starten im Herbst. Die Unterführung soll die die Stadtteile Gallus und Griesheim besser verbinden - die Pläne werden im Ortsbeirat vorgestellt.

Nach jahrelangem Warten sollen die ersten Arbeiten am Durchstich durch den Homburger Damm in der Frankenallee voraussichtlich im Herbst losgehen. Dann werden Bäume gerodet, um Versorgungsleitungen verlegen zu können, sagt Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) auf Anfrage. Vertreter und Vertreterinnen seines Dezernats und des Amts für Straßenbau und Erschließung werden das Projekt in der kommenden Sitzung des Ortsbeirats 1 am Dienstag vorstellen.

Derzeit wird die Frankenallee und der ganze Stadtteil durch den Bahndamm in zwei Abschnitte getrennt. Der Tunnel, für den sich die Stadtverordneten bereits Ende 2007 ausgesprochen haben, soll sie wieder verbinden. Der geplante Geh- und Radweg stellt dabei ein zentrales Glied im Verlauf der Route zwischen Höchst und der Innenstadt dar. Dazu gehört auch ein neuer, mit einer Baumallee ausgestatteter Radweg entlang des Bahndamms bis zum Denisweg.

Umgestaltet und aufgewertet werden soll im Zuge der Bauarbeiten auch das bisherige Sackgassenende der Frankenallee im Osten des Damms. Voraussichtlich in einem Jahr soll der Bau der Unterführung vorbereitet werden. Der eigentliche Startschuss für den sechs Meter breiten Tunnel ist Mitte 2023. Die Gesamtkosten belaufen sich einem Magistratsbericht zufolge auf mehr als 17 Millionen Euro.

Sitzung

Der Ortsbeirat 1 trifft sich am Dienstag, 29. Juni, 19 Uhr, im Rathaus Römer, Plenarsaal.

Die Grünen im Stadtteilgremium begrüßen das Vorhaben. „Wir freuen uns, dass der Durchstich endlich kommt und eine attraktive Radroute in die westlichen Stadtteile entsteht“, sagt Fraktionssprecher Alexander Mitsch. Seit Jahren schon warteten viele auf die Umsetzung. Die Grünen kritisieren aber, dass der geplante Pfad Richtung Schmidtstraße auf der westlichen Seite des Damms zu breit werden soll. Sie fordern in einem Antrag, dass die vorgesehene Wegeführung vom Magistrat und dem Präventionsrat erneut geprüft wird, damit eine weniger große Fläche gerodet werden muss, so Mitsch.

In dem Bereich gibt es etliche Gärten. Werde für den Weg und einen Grünstreifen wie geplant sechs Meter benötigt, fielen diesem viele zum Opfer, so Mitsch, „das muss nicht sein“. Mehrere Bürgerinnen und Bürger, die dort Blumen, Obst und Gemüse hegen, hätten sich hilfesuchend an die Grünen gewandt. Die Fraktion fordert, dass die Gärten in der Frankenallee erhalten bleiben. Dass die Stadt den Tunnel baue, damit dort kein Angstraum entsteht, sei nachzuvollziehen, sagt Mitsch. Der anschließende Weg jedoch verlaufe oberirdisch und könne schmaler werden.

Dabei gehe es nicht nur um die Gärten, sagt Andreas Laeuen (Grüne). In den seit Jahrzehnten bestehenden Grünflächen gebe es eine große Artenvielfalt, die durch einen breiten Weg zerstört werde. Werde auf einem Grünstreifen daneben künftig Rasen gepflanzt, sei das kein Ersatz. Auch bei der Einrichtung der Baustelle müsse die Stadt auf die wertvollen Grünflächen „größtmögliche Rücksicht“ nehmen.

Der Magistrat hat berichtet, dass für Versorgungsleitungen Gärten weichen müssten. Ebenfalls für den Bau der Unterführung, der sehr viel Platz in Anspruch nehme. Bei den Gärten handele es sich um Grabeland. Dieses habe die Stadt nur temporär verpachtet. Sie fielen nicht unter das Bundeskleingartengesetz, das die unbefristete Nutzung von Kleingärten regele. Im Zuge der Arbeiten sollen fünf Bäume weichen – und mindestens 40 neu gepflanzt werden.

Zudem hat die Verwaltung angekündigt, dass der Korridor westlich des Damms Teil der Frankenallee sei und damit genauso breit wie die Straße im Osten. Der wesentliche Grund für die Tunnelbreite sei die soziale und psychologische Wirkung. Die Schlauchwirkung werde als unangenehm wahrgenommen. Ursprünglich sollte er neun Meter breit werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare