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Die Gustavsburgstraße ist für Kinder gesperrt - doch wenig reizvoll, stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Stadtteilrundgangs fest. Links im Vordergrund Sabine Hofmann vom Gallus-Zentrum, links von ihr der Vorsteher des Ortsbeirats 1, Michael Weber (CDU).Foto: Rainer Rüffer
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Die Gustavsburgstraße ist für Kinder gesperrt - doch wenig reizvoll, stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Stadtteilrundgangs fest. Links im Vordergrund Sabine Hofmann vom Gallus-Zentrum, links von ihr der Vorsteher des Ortsbeirats 1, Michael Weber (CDU).Foto: Rainer Rüffer

Gallus

Spielen auf trostloser Brache

Ein Stadtteilrundgang deckt Mängel an den Grünflächen im Quartier auf. Initiativen und Institutionen aus dem Gallus und der Ortsbeirat hatten zu der Tour eingeladen.

Die Durchfahrtsstraße am Gustavsburgplatz ist für Fahrzeuge gesperrt und zur Spielstraße umgewidmet worden. Doch vor Ort bietet sich eher der Eindruck einer asphaltierten Brachfläche hinter einer Schranke. Und die Hoffnung, das vorhandene Grün um eine Bewegungsfläche zu erweitern, endet derzeit noch in der Sackgasse.

Dabei suchen die Akteure und Akteurinnen des Gallus Zentrums, des Mehrgenerationenhauses und des Quartiersmanagements solche Grün- und Bewegungsflächen mehr denn je: Seit dem ersten Aktionstag „Gallus braucht Grün“ im Mai wissen sie, dass sich die Menschen im Viertel eine Öffnung des Europagartens wünschen, die aber wegen eines Rechtsstreits nicht in Sicht ist.

Daher hatten sie am Montagabend zum zweiten Aktionstag zusammen mit dem Ortsbeirat 1 zu einem Rundgang eingeladen, um sich Standorte anzuschauen, die zusätzliche Bepflanzung oder auch eine bessere Pflege benötigen. Denn das Gallus gehört zu den Stadtteilen mit den wenigsten Grünflächen – umgerechnet auf die Einwohnerzahl.

Gleich zu Beginn hatten sich die Teilnehmer:innen mit der Mainzer Straße/Ecke Krifteler Straße einen neuralgischen Punkt ausgesucht. Dort hatte CDU-Politikerin Sara Steinhardt nach einem schweren Unfall im Februar eine Fußgängerampel gefordert. „An dieser Ecke gibt es zudem viel Beton. Hier könnte man Pflanzkübel auf dem Bürgersteig erlauben“, schlug Kristin Friedrich vom Mehrgenerationenhaus vor. Andreas Laeuen (Grüne) könnte sich auch Hochbeete vorstellen. Doch erst müsse die Nutzungserlaubnis geklärt werden, bei den Kübeln die Übernahme einer Patenschaft. Darauf verweist auch die Sprecherin der Grünflächenamtes Lena Berneburg. „Pflanzkübel sollten die letzte Möglichkeit der Straßenbegrünung sein, grundsätzlich ist bodengebundene Begrünung vorzuziehen.“

Berneburg erklärt, der Gustavsburgplatz könne nach der Umwidmung bereits von Kindern als Spielstraße genutzt werden. „Dafür müssten wenigstens die Parkbuchten entfernt und ein paar Bänke aufgestellt werden“, sagt die Leiterin des Gallus Zentrums Sabine Hoffmann. Besser sei noch eine Skateranlage. Jannis Plastargias vom Internationalen Bund will gerne mit Jugendlichen eine Beach-Anlage bauen.

In der Frankenallee ging es darum, die Grünstreifen vor Vermüllung zu schützen. Auch hier gab es von der CDU und FDP im Ortsbeirat bereits Anträge, mehr Abfallbehälter aufzustellen. Das Grünflächenamt stellt einen Ortstermin mit Ortsbeirat und Stabsstelle Sauberes Frankfurt in Aussicht, um die Reinigung und Aufenthaltsqualität in der Allee zu verbessern.

Ein Treffen zwischen Stadtteilparlament und Grünflächenamt gab es bereits zur Öffnung des Europagartens. Doch der führte eher zur Ernüchterung. Gerichtstermine, die dem Rechtsstreit um die Bodenverdichtung durch die Gartenbaufirma ein Ende bereiten könnten, seien vorerst nicht in Sicht. „Daher hat die Stadt Angst vor Zusatzmaßnahmen auf ihre Kosten, wenn sie die Flächen öffnet. Doch wie sie das auf Flyern erklärt, ist für die Anwohner unbefriedigend“, erklärte Laeuen.

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