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Leckeres Essen bei Sonnenschein im Grünen: So dinierten die Teilnehmer des Treffens im Gallus Garten.

Frankfurt-Gallus

Perfektes Dinner im Garten

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Vier soziale Einrichtungen aus dem Gallus essen zusammen – und es geht nicht um den Sieg.

Sich mitten im Gallus wie im Urlaub in der Provence zu fühlen – geht nicht? Für Harald Stuntebeck ging das gestern Nachmittag doch. Er war als einer der zwei Leiter der Einrichtung „Pax & People“ aus dem Europaviertel mit seinem Team zu Gast im Gallus Garten. Dorthin hatte der Verein „Kinder im Zentrum Gallus“ (KIZ) geladen, an einen festlich gedeckten Tisch, zu einem „perfekten Dinner“.

An das gleichnamige Fernsehformat ist dieses Projekt tatsächlich angelehnt, das gestern in seine dritte Runde ging. Vier Einrichtungen nehmen teil, reihum lädt jede zu sich ein. Der Gastgeber kümmert sich um die Hauptspeise und die Getränke, zwei Institutionen um Vorspeisen und Amuse-Gueules, die vierte um den Nachtisch.

So auch diesmal, im Gallus Garten an der Schneidhainer Straße, den das Mehrgenerationenhaus von KIZ nutzt. Rund 15 bis 20 Personen – vor allem Mitarbeiter der vier Einrichtungen - nahmen an den Tischen Platz. Sie ließen sich frischen marokkanischen Minztee, Zitronenwasser oder Holunderblütensirup schmecken.

Der Verein „Kinder im Zentrum Gallus“ betreibt ein Mehrgenerationenhaus in der Idsteiner Straße 91.   

Die Jugend-Kultur-Werkstatt Falkenheim in der Herxheimer Straße 4 fördert Kinder und Jugendliche durch künstlerische Projektarbeit. Sie betreibt auch eine Bildhauerwerkstatt für straffällige Jugendliche.

Der Jugendmigrationsdienst des Internationalen Bunds, Frankenallee 103, berät Jugendliche mit Migrationshintergrund im Alter zwischen zwölf und 26 Jahren.

Bei „Pax & People“ aus dem Europaviertel handelt es sich um eine Einrichtung der evangelischen und der katholischen Kirche, um einen Raum zum Kennenlernen, in der Pariser Straße 6-8. bö

Als Amuse-Gueule gab es gefüllte Champignons und Tomate-Mozzarella-Spießchen, als Vorspeise dann zwei Varianten eines Fenchel-Salats. Zur Hauptspeise grüne Soße, als Nachtisch einen saisonalen Rhabarberkuchen.

Im Gegensatz zur Fernsehsendung ging es allerdings nicht ums Gewinnen, es gab keine Bewertungen. „Wir machen das Ganze nicht kompetitiv“, erklärt Jannis Plastargias, der als Hauptorganisator auftritt. Er ist beim Jugendmigrationsdienst tätig, und über dessen bundesweites Modellprojekt „Jugendmigrationsdienst im Quartier“ hat er auch Mittel für das Dinner erhalten.

Ziel solle es vor allem sein, ins Gespräch zu kommen und sich untereinander zu vernetzen, als soziale Träger im Stadtteil. Und genau das ist gestern geschehen. Schnell hatten sich kleine Gesprächsrunden gebildet, gemeinsame Projekte wurden thematisiert. Zum Beispiel will „Pax & People“ in Zukunft seine morgendliche 15-Minuten-Veranstaltung „Stille & Espresso“ auch mal im Gallus Garten stattfinden lassen.

Also dort, wo sich Harald Stuntebeck wie in der Provence fühlte gestern. Wieso er das tat? Dazu reichte ein Blick: auf die gedeckten Tische, die unter einem großen Baum standen, der den bei den herrschenden Temperaturen dringend benötigten Schatten spendete.

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