Frankfurt

Neues Verkehrsleitsystem im Frankfurter Westen

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34 Schilder sollen künftig die Verkehrsführung rund um die Frankfurter Messe verbessern und Staus vermindern.  

Die Spannung steigt: Verkehrsdezernent, Staatssekretär und Messegeschäftsführer haben ihre Hände auf dem roten Knopf. Schnell ein paar Fotos, dann wird der Mechanismus nach unten gedrückt. „Passiert schon was?“, fragt der Messechef. Aber nichts tut sich. Dann mit einem Mal geht doch ein „Aaah“ durch die Reihen. Auf der anderen Straßenseite leuchten die Lichter auf. „Willkommen zur Einweihung IVLS. Start zur Messe IAA 2019“ ist auf den Schildern zu lesen.

34 solcher Schilder gibt es nun rund um den Rebstockpark. Sie sind der erste Teil des Integrierten Verkehrsleitsystems (IVLS) im Frankfurter Westen. Das System soll 66 Wegweiser und drei Verkehrszeichenbrücken umfassen.

Das IVLS steht dabei in enger Verknüpfung zur seit 2017 bestehenden Wechselwegweisung auf der Autobahn 648. Dass die Beschilderung pünktlich zur Automobilmesse IAA an den Start geht, ist kein Zufall. Die Großveranstaltung wird auch ein bisschen Feuerprobe für das neue System sein.

Die Kosten
Für die Installation des integrierten Verkehrsleitsystems rund um den Rebstockpark wurden zwei Kilometer Datenkabel und mehr als fünf Kilometer Stromkabel verlegt.

Die Stadt Frankfurt hat für das Projekt 6,5 Millionen Euro aufgewendet, das Land Hessen gab über die Verkehrsinfrastrukturförderung nochmals 4,2 Millionen Euro dazu. mic

Ehe der zweite Teil der Beschilderung in der Theodor-Heuss-Allee installiert sei, werde es mindestens ein Jahr dauern, sagt Gert Stahnke, Leiter des Straßenverkehrsamtes. Das Aufstellen der Schilder an der Europaallee richte sich nach den Bauarbeiten der dortigen U-Bahn.

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) erklärt, dass die ältere Wegweisung nur statisch gewesen war. Das neue System habe nun LEDs die in einer Leitzentrale angesteuert und dynamisch verändert werden können. „Bei Messen und anderen Veranstaltungen wird es eine Verbesserung des Verkehrsflusses bewirken“, so der Dezernent. Ortsunkundige können durch die Schilder nun leichter erkennen, wo es langgeht. Alteingesessene Frankfurter erkennen zumindest, worum sie einen großen Bogen machen sollten.

Auch Philipp Nimmermann, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, hat es sich nicht nehmen lassen, bei der Inbetriebnahme dabei zu sein. Immerhin hat Hessen das Projekt mit mehreren Millionen gefördert. Der Staatssekretär lobt das IVLS als wichtiges Projekt für die Stadt und begrüßt die smarte Lösung, um Verkehrsströme zu leiten.

Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, spricht sogar von einem intelligenten Leitsystem. Es sei eine Erleichterung für Gäste, Besucher und Logistikunternehmen, die vor oder während der Messen mit Fahrzeugen anreisen. „Das Verkehrsleitsystem bringt uns ganz nach vorn“, sagt Behm.

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