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Mehr Platz auf den Gehwegen in der Schwalbacher Straße

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Von: Boris Schlepper

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In der Nähe der Paul-Hindemith-Schule zwischen Frankenallee und Idsteiner Straße soll die Parkordnung geändert werden
In der Nähe der Paul-Hindemith-Schule zwischen Frankenallee und Idsteiner Straße soll die Parkordnung geändert werden © Privat

F ußgängerinnen und Fußgänger sollen in der Schwalbacher Straße mehr Platz bekommen. Dafür will der Ortsbeirat die Parkordnung ändern lassen.

Fußgängerinnen und Fußgänger sollen in der Schwalbacher Straße mehr Platz bekommen. Dafür hat sich der Ortsbeirat 1 (Altstadt, Bahnhofsviertel, Europaviertel, Gallus, Gutleut, Innenstadt) mehrheitlich ausgesprochen. In der Nähe der Paul-Hindemith-Schule, die sich in der Straße befindet, soll die Stadt die Parkordnung ändern. Künftig dürften Autos dann nur noch parallel zum Gehweg abgestellt werden. Um die Kreuzungen an der Idsteiner Straße und der Frankenallee sicherer zu gestalten, sollen dort zudem Fahrradbügel montiert werden.

Derzeit gilt auf der Schwalbacher Straße Schrägparken, was zu Gefährdung von Kindern auf ihrem Weg zur Schule oder ihrer Kita führe, heißt es im Antrag der Grünen. Auch schränke es den Bürgersteig für mobilitätseingeschränkte Personen, Rollstuhlfahrende und Eltern mit Kinderwagen stark ein. Gelte in dem Abschnitt an der Paul-Hindemith-Schule künftig Längsparken, könne die Mindestbreite für Gehwege eingehalten werden.

Zudem werde die Fahrbahn verbreitert, was Radfahrenden mehr Schutz vor ausweichenden Autos und Lastwagen biete, argumentieren die Grünen. Das sieht Kai-Oliver Tiffany (Linke) anders, der sich bei der Abstimmung enthielt. Ohne Querparken werde die Straße breiter, wodurch zu befürchten sei, dass künftig mehr gerast werde. Dem widerspricht Grünen-Sprecher Alexander Mitsch. Die Baumstandorte ragten weit in die Straße hinein, so dass Autos auch ohne Senkrechtparkende ausweichen müssten.

Zuspruch für den Antrag bekam der Ortsbeirat von Nico Damm, der auf „Frankfurt fragt mich“ dazu eine Online-Petition gestartet hat – die bislang von 65 Personen befürwortet wird. Die Schwalbacher Straße zwischen Frankenallee und Idsteiner Straße sei eine wichtige Verbindung vom Gallus in das Europaviertel, so Damm. Dort seien stets viele Menschen unterwegs, davon viele Kinder. „Bislang gibt es auf den Bürgersteigen aber oft kaum ein Durchkommen.“ Das sei vor allem für Menschen ein Problem, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, aber auch für Menschen mit Kinderwagen oder Kinder, die mit dem Fahrrad oder Roller dort unterwegs sind.

Werde die Parkregelung geändert, „würde viel Platz für Fußgänger und eventuell sogar für einen Fahrradweg entstehen“, sagt Damm. Das würde die Aufenthaltsqualität und die Verkehrssicherheit der Straße stark verbessern und eine effizientere Verbindung zwischen Gallus und Europaviertel schaffen.

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