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Im Hafenpark werden die Geräte eifrig genutzt.

Sport

Klimmzüge trainieren im Gallus

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An der Julius-Munk-Anlage im Gallus baut die Stadt Geräte für Calisthenics auf. Der Ortsbeirat 1 hatte das Trainingsangebot bereits 2017 gefordert.

Die Anwohner im Gallus können bald dem Trendsport Liegestütz und Klimmzug nachgehen. Das Quartier bekommt eine Calisthenics-Anlage. Im Hafenpark im Ostend gibt es die Möglichkeit für das Training mit dem eigenen Körpergewicht bereits. An der Julius-Munk-Anlage zwischen Weilburger und Kleyerstraße kann voraussichtlich nächstes Jahr trainiert werden. Das Grünflächenamt hat die Pläne in der Sitzung des Ortsbeirat 1 am Dienstag vorgestellt.

Zwei Geräte sollen auf der Fläche aufgestellt werden, sagt Isabelle Glahn vom Grünflächenamt. Ein großes Kombinationsgerät, an dem man viele verschiedene Übungen durchführen kann. Etwa an einer Hangelleiter, Sprossenwand, an mehreren Klimmzugstangen, Parallelbarren und einer Trainingsbank. Ein kleines Gerät könne vor allem für Liegestützen genutzt werden.

Darunter werde ein grüner Fallschutzbelag angebracht. Wasserdurchlässig sei die Oberfläche nicht, antwortet Michael Anthes vom Grünflächenamt auf Nachfrage aus dem Gremium. Aber das Wasser werde in die Vegetation drumherum abgeführt und Überschwemmungen seien nicht zu befürchten.

Die Anlage soll für Anfänger genauso wie für Fortgeschrittene geeignet sein. Und sie wird auch barrierefrei sein. Der Abstand zwischen den Geräten soll so groß sein, dass auch Rollstuhlfahrer hindurch kommen und es gebe Aufstiegshilfen, damit auch sie die Geräte nutzen können, erklärt Glahn. Eine Anleitungstafel erkläre zudem die Übungen.

Keine Videoüberwachung

Im Frühjahr 2020 sollen die Bauarbeiten beginnen, sofern es die Witterung zulasse. Die Kosten betragen 85 000 Euro, sagt Glahn. Die Planung habe man mit dem Quartiersmanagement und dem Kinderbeauftragten abgestimmt - und positive Rückmeldungen bekommen.

Das Gremium hatte den Vorschlag bereits 2017 gemacht. Die Julius-Munk-Anlage, vor allem der Bolzplatz, werde rege von Jugendlichen und Anwohnern genutzt, schrieben sie in dem Antrag. Mit dem Spielplatz und den Sitzgelegenheiten sei dieser Platz ein beliebter Treffpunkt geworden. Calisthenics und andere Trendsportarten würden bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen immer beliebter.

Der Ortsbeirat fragt nun, ob man Erfahrung habe, wie es mit dem Verschleiß der Geräte aussieht. Das ließe sich schwer abschätzen, sagt Anthes. Aber die Anlage im Hafenpark werde regelmäßig gewartet.

Ein Anwohner möchte wissen, ob auch variable Geräte für Ältere dort aufgestellt werden können, und ob man die Anlage per Video überwachen könnte, um Vandalismus zu verhindern und falls sich jemand verletze. Andere Geräte wolle man dort nicht, sagt Anthes. Der Schwerpunkt liege auf Calisthenics und man habe hier wenig Platz zur Verfügung, 100 Quadratmeter seien es ungefähr. Eine Videoüberwachung schließt er aus.

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