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Klimawäldchen fürs Europaviertel

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Von: Boris Schlepper

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Auf einem Teil des Grundstücks an der Stephensonstraße ist die Grundschule Europaviertel untergebracht – bis der Neubau an der Ecke Maastrichter Ring / Pariser Straße steht.
Auf einem Teil des Grundstücks an der Stephensonstraße ist die Grundschule Europaviertel untergebracht – bis der Neubau an der Ecke Maastrichter Ring / Pariser Straße steht. © peter-juelich.com

Der Ortsbeirat 1 will die Fläche an der Stephensonstraße an der alten Zentrale der Deutschen Bahn aufforsten lassen. Das Grundstück wird aber wenigstens bis 2024 als Ausweichfläche für eine Grundschule und eine Kita benötigt.

Das Europaviertel soll grüner werden. Der Ortsbeirat 1 hat sich dafür ausgesprochen, dass in der Stephensonstraße ein sogenanntes Klimawäldchen angelegt wird. Dafür soll das derzeit zum Teil brach liegende Grundstück gegenüber der ehemaligen Firmenzentrale der Deutschen Bahn aufgeforstet werden, heißt es im Antrag der Grünen, den das für die Altstadt, Bahnhofsviertel, Europaviertel, Gallus, Gutleut und Innenstadt zuständige Gremium auf den Weg gebracht hat.

Auf der Fläche, die die Deutsche Bahn angemietet hatte, stand bis vor zwei Jahren der „Museumszug Stephensonstraße“. Seitdem der Mitropa-Wagen ans DB-Museum nach Koblenz zurückging, liegt die Grünfläche bis auf den nördlichen Abschnitt brach, wo temporär die Container der Grundschule Europaviertel stehen. Der Rest des Grundstücks an der Ecke zur Idsteiner Straße soll nach dem Willen des Ortsbeirats möglichst zeitnah in eine Parkanlage umgewandelt werden.

Das sehe der Bebauungsplan vor, erläutert Antragsteller Alexander Mirsch. Der Eigentümer unterliege der Pflicht, die Fläche entsprechend herzurichten, dass sie der Verschönerung und Erholung dienen könne. Dabei müssten Klimaschutzaspekte berücksichtigt werden. Dementsprechend soll das Grundstück intensiv mit Bäumen, Sträuchern und Pflanzen begrünt werden, und so sommerliche Temperaturen im Umfeld senken und Vögeln und Insekten einen Lebensraum bieten. Dabei sollen die Pflanzen möglichst widerstandsfähig gegen Folgen des Klimawandels sein und CO2 sowie Regen speichern.

Schilder zum Klimaschutz

Damit sich der Niederschlag sammeln kann, soll zudem eine Retentionsfläche angelegt werden. Entlang der Stephenson- und Idsteiner Straße sowie auf dem Pfad, der das Areal quert, sollen nach dem Willen des Ortsbeirats Bänke aufgestellt werden. Schilder sollen auf die ökologische Nutzen der Fläche für die Nachbarschaft und den Klimaschutz hinweisen.

Wie schnell der Wunsch des Ortsbeirats umgesetzt werden kann, ist fraglich. Die Containerschule sei befristet bis November 2024, sagt Beate Huf vom Planungsdezernat. Sie soll an der Stephensonstraße bleiben, bis der fünfzügige Neubau an der Ecke Maastrichter Ring / Pariser Straße fertiggestellt sein wird. Spatenstich für die Grundschule war im November 2021. Damals hieß es, in drei Jahren könne der Bau fertig gestellt werden. Das Areal wird jedoch auch für eine städtische Kita benötigt, teilt Huf mit. „Derzeit ist für die Stephensonstraße 2 ebenfalls ein Bauantrag zur Genehmigung einer temporäre Errichtung eines Gebäudes zur Unterbringung einer Kindertagesstätte in Bearbeitung.“

Geplant sei, dass die Kita, die derzeit in der Krifteler Straße ihren Sitz hat, im kommenden Sommer an die Stephensonstraße zieht, sagt Gabriele Bischoff, Leiterin des Trägers Kita Frankfurt. Das alte Gebäude sei „durch“ und werde abgerissen. Auch, um Platz für den geplanten Bildungscampus Gallus zu schaffen, wo auch ein neues Kinderzentrun vorgesehen ist. Erst wenn dieses fertiggestellt wird, werde man die Fläche an der ehemaligen Bahnzentrale räumen können, sagt Bischoff

Sobald das Grundstück, das dem Immobilienentwickler Aurelis Real Estate Aurelis gehört, frei ist, soll es gemäß Bebauungsplan-Festsetzung wieder in eine „Private Grünfläche / Parkanlage“ umgewandelt werde, so Huf.

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