Gallus

Kein Platz für weitere Schul-Container im Gallus

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Elterninitiave der Europaschule im Europaviertel fordert Erweiterungsfläche für neue Container, die bisher aber nicht zugesichert ist.

Die Grundschule Europaviertel bleibt ein Problemkind des Stadtteils. Ursprünglich sollte die Grundschule bereits in diesem Jahr einzugsbereit sein. Nach neustem Stand jedoch verzögert sich die Fertigstellung bis mindestens 2025.

Seit der offiziellen Eröffnung der Grundschule 2017 findet der Unterricht in einer provisorischen Containeranlage statt, die zumindest von außen wenig Lernspaß ausstrahlt. Innerhalb der grauen Stahlriesen sieht es kaum besser aus. Es gibt weder einen Wasseranschluss noch eine Klimaanlage. Die Akustik ist laut dem Kinderbeauftragten für das Europaviertel, Dirk Schneider, stark eingeschränkt, auch eine Nachmittagsbetreuung ist nur erschwert möglich. „Für die ursprünglich angedachte Übergangszeit wäre ein solcher Zustand kein großes Problem gewesen. Jetzt wird jedoch ein kompletter Jahrgang seine gesamte Grundschulzeit in den Containern verbringen“, beklagt Schneider.

Zusammen mit der Elterninitiative der Schule sucht Schneider den Austausch mit der Stadt. „Wir sind auch eigentlich auf einem guten Weg. Das Budget für den Schulneubau ist nun im Haushalt und die Finanzierung gesichert. Die Dezernate sind sehr kooperativ uns gegenüber, aber es muss noch viel getan werden.“

Als wäre die aktuelle Situation an der Grundschule nicht prekär genug, so müssen im Sommer, wenn der neue Schülerjahrgang eingeschult wird, neue Container her. Dafür hatte die Stadt angekündigt, ein Erweiterungsgelände zu sichern, auf dem neuere und modernere Container errichtet werden können. Die Verhandlungen mit dem aktuellen Besitzer laufen nach Angaben des Baudezernenten Jan Schneider (CDU) gut, doch die Zeit drängt. „Bis jetzt haben wir noch keine konkreten Ergebnisse erhalten“, sagt Dirk Schneider. „Dabei wäre ein Abschluss bis Ende März spätestens notwendig, damit die Vorbereitungen rechtzeitig beginnen können.“ Käme es zu keiner Einigung, müssten die Container auf dem bisherigen Schulhof errichtet werden, was einen geregelten Schulbetrieb fast unmöglich machen würde.

Ein weiteres Sorgenkind der Eltern ist die mangelhafte Schulwegsicherheit. „Der Schulweg der meisten Schüler führt aktuell an zwei Baustellen vorbei“, schildert Axel Rosch, Vorsitzender des Fördervereins, das Problem. Auch der Ortsbeirat 1 forderte in seiner Sitzung am Dienstag auf Bitte der Initiative einen temporären Zebrastreifen an der Kreuzung Hattersheimer Straße/Niedernhausener Straße. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. „Wir hoffen jetzt auf eine rasche Umsetzung durch die zuständigen Behörden, damit ein sicherer Schulweg gewährleistet ist“, sagt Dirk Schneider. „Es darf nicht erst etwas passieren.“

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