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Ralf Harth hat das Garten- und Nachbarschaftsprojekt auf der Frankenallee, Höhe Hausnummer 99, vor einem Jahr ins Leben gerufen.

Gallus

Hochbeete an der Galluswarte genehmigt

  • vonKathrin Becker
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In Sperrmüllkisten fing das gemeinsame Gärtnern auf der Frankenallee an. Jetzt stehen dort 20 Hochbeete. Die Stadt hat das Projekt jetzt dauerhaft genehmigt.

Frisches Obst und Gemüse direkt aus der Nachbarschaft, ein Ort zum Treffen und Kennenlernen – Gemeinschaftsgärten liegen im Trend. Das unterstützt auch die Stadt: Das Nachbarschaftsprojekt „Gallus Garten II“ direkt an der S-Bahn-Station Galluswarte erhält eine dauerhafte Genehmigung. Projektinitiator Ralf Harth ist stolz auf das, was er geschaffen hat: „Wir haben aus einem Unort einen Gemeinschaftsgarten gemacht“, sagt er und freut sich.

Den Gallus Garten II hat Harth im vergangenen Jahr ins Leben gerufen. Am Anfang waren es nur einige Sperrmüllkisten auf einem Grünstreifen, aus denen Pflanze wuchsen. Seitdem ist das Gartenprojekt deutlich gewachsen. „Mittlerweile haben wir 20 Hochbeete und 24 Patinnen und Paten“, berichtet Harth.

Auch die anfänglich etwa 40 zur Verfügung stehenden Quadratmeter seien ausgeweitet worden: Der Gemeinschaftsgarten reicht nun entlang der Frankenallee von der Günderrodestraße bis zur Hellerhofstraße. Etwa 2000 Arbeitsstunden stecken in dem Projekt, schätzt der Gallus-Bewohner.

Laut Harth hat das Grünflächenamt die Nachbarschaftsinitiative von Anfang an positiv aufgenommen und unterstützt. So wurden aus einem Fördertopf für Gemeinschaftsgärten anfänglich die Komposterde und Hummus finanziert.

Bisher nur geduldet

Bisher erhielt der Garten jedoch nur eine Duldung. Seit Mitte des Jahres steht fest: Der Gallus Garten II bleibt. Durch die dauerhafte Genehmigung der Stadt erhält das Nachbarschaftsprojekt eine langfristige Perspektive.

In den kommenden zwei Jahren soll zunächst interimsmäßig das im Gallus ansässige Mehrgenerationenhaus die Trägerschaft übernehmen. „Danach werden wir einen eigenen Verein haben“, sagt Ralf Harth.

Dem Projektinitiator geht es aber nicht nur um das Gemüse. Hinter der Idee stehe ein Konzept, das in die Nachbarschaft hineinwirke, so Harth. Er bezeichnet das als „soziale Choreografie“. Der Gemeinschaftsgarten biete Raum zum Kennenlernen, aber auch zur Weiterbildung. Besonders Kinder könnten durch das Helfen bei der Gemüseaufzucht wichtige Grundlagen der Ökologie und Nachhaltigkeit lernen. „Und das Tolle ist, dass das Ganze immer weiterwächst. Auf eine sehr organische Art und Weise“, sagt Harth.

Für die Zukunft wünscht er sich, dass es sich weitere Projekte und Initiativen ergeben, etwa zur Bekämpfung der Vermüllung im Stadtteil oder gegen das Baumsterben. Daher hat der Frankfurter das Projekt in der jüngsten Sitzung des Ortbeirates 1 vorgestellt. Damit habe er zeigen wollen: „Wir sind gekommen, um zu bleiben“.

Mit dem Stadtteilparlament will Harth im Gespräch bleiben. „Wir fragen uns: Was können wir vor Ort tun, damit es den Menschen und der Umwelt besser geht.“ Dabei könne der Ortsbeirat helfen, etwa durch einen kleinen Beitrag aus seinem Budget.

Bei dem Gremium kam das Gartenprojekt gut an. Ortsvorsteher Oliver Strank (SDP) dankte den Ehrenamtlichen für ihr Engagement. Einzelne Politiker, wie Ralf Schmidt-Berberich des Unabhängigen Bündnisses (U.B.) im Ortsbeirat, zeigten sich sehr interessiert an Ideen und Möglichkeiten, wie man das gemeinsame Gärtnern unterstützen kann – auch seitens der Stadt.

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