Laura Späth, Angelika Angermeier und Caroline Kaiser auf dem Spielplatz an der Quäkerwiese. 
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Laura Späth, Angelika Angermeier und Caroline Kaiser auf dem Spielplatz an der Quäkerwiese. 

Gallus

Gallus: Beratung auf dem Spielplatz

  • Judith Köneke
    vonJudith Köneke
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Das Familienzentrum Monikahaus bietet Eltern niedrigschwellig Hilfe an. Wegen Corona ist die Beratung in geschlossenen Räumen nur eingeschränkt möglich.

Der Spielplatz Quäkerwiese an der Frankenallee ist gut besucht. Kinder spielen im Sandkasten, schaukeln, Eltern und Großeltern schauen zu und machen mit. Dazwischen sind Caroline Kaiser und Laura Späth vom Familienzentrum Monikahaus an der Idsteinerstraße. Ein rotes Lastenfahrrad macht auf sie aufmerksam. Eine Leihgabe vom Quartiersmanagement Gallus. Seitdem die Spielplätze wieder geöffnet sind, kommen sie viermal in der Woche.

Da das Zentrum coronabedingt nicht wie sonst seine Kurse und Beratung anbieten kann, haben die Mitarbeiter das Konzept „Monikaffee to go“ entwickelt. Sie sind also Anprechpartner vor Ort. Durch die Abstandsregeln hätten wir drinnen gerade mal drei Menschen auf einmal erreicht, sagt Späth. Das passe nicht zum Konzept und zu niedrigschwelligen Angeboten.

Das Monikaffee to go ist Di., Do. und Fr. von 10 bis 12 Uhr und Di. auch von 15 bis 17 Uhr; ab 30. Juli auch Do. 15 bis 17 Uhr, auf dem Spielplatz an der Frankenallee, Quäkerwiese, zu finden. www.monikahaus.de

Die Eltern haben ja trotzdem oder gerade jetzt viele Fragen. Aber die Anliegen haben sich verschoben, erklärt Kaiser. Themen wie die Trotzphase oder Stillen rücken in den Hintergrund. Stattdessen ist natürlich alles rund um Corona aktuell.

Eine große Herausforderung als Familie und als Paar, so Späth. Hier gibt es viele Sorgen, Unsicherheit und Missverständnisse. Die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf, Home Office, die verschobene Eingewöhnung in der Kita. Und ob sie ihre Kinder überhaupt in die Einrichtung schicken sollen.

Das Angebot auf dem Spielplatz wird gut angenommen, erzählen die Mitarbeiterinnen. Meist sind sie nicht lange da, dann kommen die ersten Fragen, so Kaiser. Seit Anfang der Coronakrise verschickt das Monikahaus wöchentliche einen Infobrief an die Eltern per Mail. Darin finden sich Ideen und Anregungen für die Zeit zu Hause.

In diesem wurde auch das „Monikaffee – to go“ beworben. Aber auch Kitas weisen auf das Angebot hin. Außer Fragen zu beantworten, wollen die Mitarbeiterinnen auch der Isolation entgegenwirken, Eltern vernetzen und Spiel- und Bastelanregungen für die Kinder weitergeben. Das können einfache Sachen sein, wie mit Salzteig formen oder Seifenblasen, sagt Späth. So müssten die Eltern nicht selbst recherchieren.

Bianca Schmittdiel ist mit ihrem kleinen Sohn auf dem Spielplatz. Sie hat bereits viele der Angebote des Monikaffees genutzt wie den offenen Treff, Krabbelstunden oder einen Bewegungskurs. „Es ist sehr schade, dass das alles im Moment nicht möglich ist.“ Umso besser findet sie die Idee, dass die Mitarbeiterinnen zu den Eltern kommen. Gerade beim ersten Kind habe man sehr viele Fragen.

Einige der Kurse finden in abgespeckter Form nun wieder statt genauso wie Beratung.

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