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Der Ortsbeirat fordert eine zusätzliche Info-Tafel zum Gedenken an Adam Golub und Georgi Lebedenko. 

Gallus

Gallus: Baubeginn verschiebt sich

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Der Golub-Lebedenko-Platz wird wohl erst im Sommer umgestaltet. Die Stadt will rund 450 000 Euro in die Aufwertung des Areals investieren.

Schon länger gibt es das Konzept zur Umgestaltung des Golub-Lebedenko-Platzes. Eigentlich sollte es im Mai los gehen, sagt Inga Kramer vom Grünflächenamt. Doch nun wird sich der Baubeginn der Fläche an der Kleyerstraße / Ecke Lahnstraße und Kriegkstraße wohl verzögern. Zum einen muss zunächst ein Baum gefällt werden, zum anderen gibt es Schwierigkeiten bei der Lieferung der Spielgeräte.

Vor einigen Häusern in der Lahnstraße befinden sich Feuerwehrzufahrten. Nun stellte die Feuerwehr fest, dass der Platz davor zu schmal ist. Um den Brandschutz einzuhalten, muss eine Kastanie gefällt werden. Als Ausgleich werde im Bereich des Parkplatzes in etwa 15 Meter Entfernung ein Ahorn gepflanzt.

Das Grünflächenamt muss jedoch den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung abwarten. Ab März darf allerdings nicht mehr gefällt werden, weil dann die Vogelbrutzeit einsetzt, sagt Kramer.

Die Baufirma sei schon beauftragt. Der Spielplatz wird umgestaltet, die Gehwege neu gemacht. Doch der Hersteller der Spielgeräte habe mit Engpässen bei der Lieferung zu kämpfen, berichtet Kramer. Obwohl sie schon bestellt seien, kommen sie wohl erst Ende Juli. Und vorher mache ein Baubeginn ja keinen Sinn. Denn so sei der Platz ja noch nutzbar. Im Sommer soll es aber wirklich soweit sein.

Ihm Rahmen einer Bürgerbeteiligung 2018 wurde die 2300 Quadratmeter große Fläche als Kommunikationsort für Anwohnerinnen, Anwohner und Eltern und als Spielplatz neu geplant. Es wird einen Kleinkinderbereich für Mädchen und Jungen von sechs bis zwölf Jahren geben, mit Schaukeln, Rutsche und einer Kletterkombination, umgeben von einem niedrigen Zaun. Ein Bereich für Jugendliche soll etwa mit einer Slackline, Reck und Tischtennisplatten ausgestattet werden. Ein Bücherschrank soll zusätzlich aufgestellt werden. Die Stadt kalkulierte insgesamt rund 450 000 Euro ein.

Der Ortsbeirat 1 forderte zudem eine zusätzliche Tafel zum Gedenken an Adam Golub und Georgi Lebedenko an der Hausfront der Nummer 32 anzubringen. Die beiden Zwangsarbeiter waren 1945 aus dem benachbarten KZ in den Adlerwerke geflohen. Adam Golub versteckte sich im Keller dieses Gebäudes. Doch sie wurden entdeckt und erschossen.

Der Magistrat begrüßt die Anregung des Stadtteilgremiums, schrieb er in einer Stellungnahme. Das Kulturamt werde in Abstimmung mit dem Institut für Stadtgeschichte und dem Ortsbeirat 1 alle notwendigen Vorbereitungen für die potentielle Produktion und Anbringung der Informationstafel treffen.

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