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Gallus: Alte Ziegel sollen erhalten bleiben

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Von: Matthias Bittner

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Verlagshaus der FAZ. © ROLF OESER

Hellerhöfe-Quartier an der Mainzer Landstraße soll weiterhin an das einstige Zeitungsareal erinnern.

Der Projektentwickler Bauwens hat für die Neustrukturierung des Zeitungsareals in der Frankenallee ein auf Wiederverwendung spezialisiertes Unternehmen eingeschaltet. Das teilt der Magistrat auf Anfrage des unter anderem für das Gallus zuständigen Ortsbeirates 1 mit.

Bevor also die Bagger die Gebäude der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Frankfurter Societät abreißen, werde zunächste noch untersucht, welche Re-/Upcyclingpotentiale es gibt. Anders ausgedrückt: Es wird untersucht, ob der Altbestand für andere Zwecke wiederverwertet werden kann.

Ebenfalls geprüft wird nach Angaben des Magistrats, ob und inwieweit gesunde Bestandsbäume und weiterer Grünbestand erhalten werden können. Laut Magistrat strebt der Bauherr an, mit dem Neubauvorhaben bisher vollversiegelte Flächen zu öffnen und in den Innenhöfen neue, großzügige Grünanlagen mit Bäumen anzulegen.

Das Stadtteilparlament hatte darauf gedrängt zu berücksichtigen, dass unter anderem die Ziegel der Bestandsfassade möglichst einer Wiederverwertung zugeführt werden, um auf diese Weise einen Bezug zur bislang quartiers-prägenden Fassade herzustellen beziehungsweise an die Zeitungstradition im Gallus zu erinnern. Gleichzeitig sollen Bäume, Sträucher und Pflanzen aus dem Bestand so weit wie möglich erhalten bleiben und in die Neuplanungen einbezogen werden.

Auf dem rund zwei Hektar großen Gelände können unter dem Projektnamen „Hellerhöfe“ zwischen 500 und 540 Wohnungen realisiert werden. Vorgesehen ist auch ein etwa 60 Meter hoher Turm samt vorgezogenem Stadtplatz. Etwa 75 Prozent der Fläche sind für die Wohnnutzung mit den zwei hierin enthaltenen Kindertageseinrichtungen vorgesehen und rund 25 Prozent für Gewerbe- und Büronutzungen. An der Einmündung von Günderrodestraße und Frankenallee wird der Standort für eine vierzügige Grundschule mit Sporthalle planerisch vorbereitet. Die Kubatur soll in einem von der Stadt noch auszulobenden Realisierungswettbewerb oder auf der Grundlage eines öffentlichen Vergabeverfahrens bestimmt werden.

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