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Elegant und anmutig: Zwei Schülerinnen beim Schwanentanz. Foto: Renate Hoyer
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Elegant und anmutig: Zwei Schülerinnen beim Schwanentanz.

Schultheater-Tage

Frankfurt: Kleine Tiere, großes Theater

  • VonJohanna Stein
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Manege frei für den Karneval der Tiere bei den Frankfurter Schultheater-Tagen.

Fauchende Löwen, gackernde Hühner und hüpfende Ponys. Schildkröten, die sich in Zeitlupe bewegen, Vögel, die auf Inlinern vorbeisausen und Schwäne, die auf einem blauen Untergrund tanzen. All das gab es am vierten Spieltag der Frankfurter Schultheater-Tage zu sehen. Denn die Inklusionsklasse 4b der Erich-Kästner-Schule hat einen großen Zirkus aufgeführt. Drei Moderator:innen mit goldenen Hüten und Zirkusanzügen haben die Zuschauerinnen und Zuschauer durch den gesamten „Karneval der Tiere“ hindurchgeführt. Dazu gab es die eindrucksvolle klassische Hintergrundmusik von Camille Saint-Saëns.

Bei gutem Wetter hätte das Stück im Innenhof der Adlerwerke stattgefunden. Dem unbeständigen Wetter geschuldet, mussten die Veranstalter:innen jedoch kurzfristig umplanen und das Stück nach drinnen, in die Räume des Gallus-Theaters, verlegen. So unvorhersehbar wie das Wetter war auch der Verlauf der Pandemie, weshalb die Aufführung auch erst in diesem Jahr stattfand und nicht wie ursprünglich geplant 2020. So hatten die Schüler:innen insgesamt zwei Jahre lang Zeit, an ihrem Projekt zu feilen. Neben dem Schauspiel kümmerten sich die Kinder auch um ihre Kostüme – sie waren Teil des Kunstunterrichts. Am Ende brachten die Schülerinnen und Schüler sehr ausgefallene Kostüme auf die Bühne: Alle Fische hatten bunt schillernde Schuppen, die Hühner legten Eier, die Kängurus ließen Luftballons aus ihren Beuteln frei und die Elefanten nutzen ihre Rüssel zum Wasserspeien. Alles in allem eine kunterbunte Mischung.

Wie die Kinder das so gut hinbekommen haben? „Wir sollten uns in die Tiere hineinversetzen“, erzählt eine Schülerin. Und wie lief das beispielsweise bei den Schildkröten ab? „Naja, wir sollten einen glücklichen Gesichtsausdruck machen – glücklich aber dumm“, lacht sie. Ob das Proben manchmal auch peinlich gewesen sei, will ein Kind aus dem Publikum wissen. „Ja schon“, antwortet ein Schüler prompt. „Aber dann lacht man und spielt einfach weiter.“

Natürlich hatte die Pandemie das Proben erschwert – auch hier lief viel auf Distanz. Zum Teil probten die Kinder in kleinen Gruppen oder ganz von zu Hause aus. Aber: „Die Pandemie kann in einem Punkt auch als Chance gewertet werden“, sagt Sylvia Weber. Sie ist Dezernentin für Integration und Bildung und saß als Schirmherrin der Frankfurter Schultheater-Tage selbst im Publikum. „Die außergewöhnlichen Bedingungen haben Schüler:innen dazu gebracht, kreativ zu werden“, erklärt sie.

Und das hätten die Schüler:innen auch hervorragend gemacht: Statt im Theatersaal gibt es in diesem Jahr viele Aufführungen an Fenstern, Balkonen, Treppen, auf Straßen, in Höfen und Parks. „Als die Kinder neulich am Fenster getanzt haben“, erinnert sich Weber - das sei toll gewesen. Das Theater sei zu einem gemeinsamen Erlebnis für Schüler:innen und Publikum geworden.

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