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Szusza Krippner ist seit 25 Jahren Polizistin.

Gallus / Gutleut

Die neue Schutzfrau vor Ort

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Polizistin Szusza Krippner will ein offenes Ohr für die Bürger haben, aber auch für Vereine und Institutionen.

Wer im Gallus oder Gutleut lebt, Anfragen oder Probleme hat, kann sich an Szusza Krippner wenden. Die Polizistin ist die neue Schutzfrau vor Ort. Die Stelle im vierten Polizeirevier wurde zwar nicht neu geschaffen, war aber längere Zeit unbesetzt. Krippner ist einen Teil ihrer Schicht als Kontaktperson tätig. Den restlichen Arbeitsalltag als Beamtin ist sie vor allem dafür zuständig, dass der Einsatz bei Demonstrationen und Kundgebungen rund läuft, erzählt sie in ihrem Büro an der Gutleutstraße.

Als Schutzfrau ist die gebürtige Berlinerin Ansprechpartnerin für Beschwerden und Bedürfnisse der Bürger, aber auch für Vereine und Institutionen. Die Themen, warum sie zu ihr kommen, seien unterschiedlich, da könne es um Müll, Parken oder Lärmbelästigung gehen, sagt Krippner. Senioren warnt sie vor Enkeltricks und ähnlichen Maschen. Eine Schule habe angefragt, ob die Polizei bei „Gallus fährt Rad“ Fahrräder codieren kann, Institutionen, ob sie bei Veranstaltungen unterstützen könnte. „Der Bedarf ist da. Die Menschen wollen jemanden, den sie ansprechen können.“

Krippner, die nun seit 25 Jahren Polizistin ist, war schon in diversen Stadtteilen als Beamtin eingesetzt: Niederrad, Sachsenhausen, Rödelheim, Nordend, um nur einige zu nennen. Sie lebt aber außerhalb Frankfurts. „Ein wenig Distanz ist gut.“ Einen anderen Beruf auszuüben als Polizistin, kann sie sich nicht vorstellen. Ihr gefällt die Teamarbeit, und sie freut sich, wenn sie den Bürgern helfen kann, auch wenn es nur kleine Erfolge sind.

In einer Altenwohnanlage und einer Flüchtlingsunterkunft hat sie sich schon vorgestellt

Nun muss die 45-Jährige noch auf sich und den wiederbesetzten Posten aufmerksam machen. Denn die Bürger sollen schließlich Vertrauen aufbauen und die Schutzfrau vor Ort kennenlernen. In einer Flüchtlingsunterkunft hat sie sich bereits vorgestellt, genauso in einer Altenwohnanlage. Noch seien ihr keine größeren Probleme bekannt. Falls sich etwas auftue, will sie Gesprächsrunden vereinbaren. Aber das Ziel sei natürlich präventiv tätig zu werden, bevor Konflikte und Straftaten entstehen.

Allerdings seien das Gallus und das Gutleutviertel sehr aktive Stadtteile. Es gebe viele Initiativen, die sich für die Bewohner einsetzen und Veranstaltungen organisierten. Mit dem Stadtteilbüro und dem Quartiersmanagement arbeite sie eng zusammen. Für das Bahnhofsviertel ist sie nicht zuständig, ein Kollege übernimmt mit einer ganzen Stelle das Quartier. Insgesamt gibt es in Frankfurt 15 Schutzfrauen und -männer in zwölf Revieren.

Was Krippner besonders schätzt an ihrer Arbeit als Schutzfrau, sei, dass sie Zeit habe, den Menschen zu zuhören und mit ihnen zu sprechen. Gerade wenn sie Opfer von Straftaten geworden seien. Das komme in der alltäglichen Polizeiarbeit meist zu kurz. Natürlich könne sie nicht bei allen Anliegen weiterhelfen, aber immerhin den geeigneten Ansprechpartner nennen.

Als Schutzfrauvor Ort ist Szusza Krippner montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 75 51 04 54 und per Mail an die Adresse: 4.Polizeirevier.ppffm@polizei.hessen.de erreichbar. Dann kann ein persönlicher Termin mit ihr vereinbart werden. Das 4. Revier befindet sich in der Gutleutstraße 112, Telefon 75 51 04 00. In dringenden Fällen sollten Bürger aber weiterhin die Notrufnummer 110 wählen.

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