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Einmal in der Woche können die Kinder Capoeira lernen.

Gallus

Von der Krippe bis zur Schule

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Das neu gestaltete  Kinderzentrum Schneidhainer Straße nimmt auch Unter-Dreijährige auf.  

Durch die großen Fenster der Turnhalle sind auf der einen Seite Neubauten des Europaviertels zu sehen, auf der anderen beginnt das Gallus. Genau an diesem Übergang befindet sich seit 1955 das Kinderzentrum Schneidhainer Straße. Seit Mai 2018 allerdings in einem neuen lichtdurchfluteten Gebäude, das mit viel hellem Holz gebaut wurde. Zwei Jahre lang wurde gearbeitet. Abriss und Neubau waren wirtschaftlicher als eine Sanierung.

Gleichzeitig wurde auch das Platzangebot erweitert, sagt Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) bei der offiziellen Eröffnung am Montag. Für Unter-Dreijährige sind 24 Plätze neu geschaffen worden, 32 sind bei den Kindergartenkindern hinzugekommen, mit den 21 Hortkindern besuchen nun 108 Kinder das Zentrum. Und die Plätze brauche man dringend, sagt Weber. „Der Bedarf im Stadtteil ist groß.“ Dass nun Jungen und Mädchen von der Krippe bis zum Schulalter am gleichen Ort sein könnten, sei für Kinder und Eltern vorteilhaft. Die Eltern müssten nicht nach einer neuen Einrichtung suchen, die Kinder blieben an einem vertrauten Ort, an dem sie Freundschaften schließen könnten.

Der Neubau biete viele Möglichkeiten, sagt Gabriele Bischoff, Leiterin des städtischen Betriebs Kita Frankfurt, Trägerin der Einrichtung. Das Haus, in dem man nach dem offenen Konzept verfahre, also ohne feste Gruppen, hat nun ein zusätzliches Stockwerk. In Funktionsräumen können die Kinder werken, malen und basteln.

Das Außengelände: Ayman (4) wird von seinem Papa abgeholt und balanciert auf einem Spielgerät.

18 Pädagogen und drei Hauswirtschaftsangestellte kümmern sich. Neben Angeboten wie Capoeira gibt es auch Sprachförderung. Schließlich wachsen fast alle Kinder des Zentrums mindestens zweisprachig auf, so Bischoff. Um deren Deutsch zu perfektionieren, werde viel vorgelesen und es gebe ein Erzähltheater.

Während der Bauzeit waren die Kinder in Containern direkt neben der Anlage untergebracht, sagt Leiterin Dorothea Yillah, so dass keine großen Umwege nötig waren. Nun ist die Krippe aus dem Kinderzentrum an der Krifteler Straße eingezogen. Yillah ist sehr zufrieden mit dem neuen Gebäude. „Auch das Außengelände wurde gut angenommen.“ Es hatte die Befürchtung gegeben, dass es zu klein und eng sei. Die Kinder können auf einem Kletterturm herumtollen, im Sandkasten spielen, schaukeln oder kicken.

Eltern hätten Bedenken gehabt, dass das Zentrum durch die Vergrößerung nicht mehr so familiär sei, sagt Elternbeirat Jan Dorn. Doch sie seien zufrieden, alles funktioniere gut.

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