Klare Ansage. Foto: Peter Jülich
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Klare Ansage. 

Frankfurt-Gallus

Gallus: Bunt gegen Mobbing und Umweltverschmutzung

  • Judith Köneke
    vonJudith Köneke
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Jugendliche stellen Plakate aus mit Ideen und Wünschen. Zu sehen am Zaun der Paul-Hindemith-Schule.

Farbenfrohe Plakate hängen im Familienrestaurant im Mehrgenerationenhaus an der Idsteiner Straße 91. „Das Meer wird mit Plastik voll“ steht auf einem grauen Poster. „Rassismus? Nein“ auf knallgelbem Grund oder „Du bist besser als du denkst“. Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren aus dem Gallus und aus Griesheim haben sie im Herbst in zwei Workshops gestaltet. Nun stellen sie ihre Ergebnisse unter dem Titel „Die Meinungen des Gallus“ aus.

Die Jugendlichen hatten keine Vorgabe, und konnten frei arbeiten, sagt Juliane Kutter. Die Künstlerin hat mit ihrer Kollegin Sitha Reis den Kurs geleitet. Für die Plakate wurden unterschiedliche Techniken verwendet, Lynolschnitt, Papercut oder Blaudruck. Darauf haben die Jungen und Mädchen ihre Forderungen formuliert.

Wir haben Themen gewählt, die uns beschäftigen, sagt Elida. Das waren etwa Klimawandel, Umweltschutz oder der Plastikmüll. Aber auch Rassismus oder Mobbing. „Das passiere an vielen Schulen, auch an unserer. Da werden Kleinere erpresst oder Schüler gehänselt.“ Die Plakate sollen zeigen, dass das alles nicht nötig sei und aufhören soll, sagt die 16-Jährige. Aber auch der Wunsch nach einem Onlinevertretungsplan wurde aufgeschrieben. Es sei spannend gewesen, Ideen auszutauschen und zu schauen, was man verändern kann, ergänzt Freundin Chelsea. Die Poster, sie sind wetterfest, sollen am Zaun der Paul-Hindemith-Schule ausgestellt werden.

Die Schüler haben sich außerdem überlegt, wie sie ihren Stadtteil gestalten wollen. Auf Fotos wurden ihre Ideen festgehalten. Zu sehen sind bunte Bänke und mit bemalten Pappkartons verschönerte Mülleimer. „Wir wollten die Aufmerksamkeit der Leute auf die Eimer ziehen, damit sie auch ihren Abfall hinein werden“, sagt Mascha. Die 14-Jährige fände es schöner, wenn ihr Viertel weniger dreckig wäre.

„Wir haben die Frankfurter Versorgungsbetrieb (FES) angefragt, ob man die Eimer nicht dauerhaft verschönern könnte“, sagt Kutter. Die wollen sich zurückmelden.

Die Werkewerden noch bis zum 21. März zu sehen sein. Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 16 Uhr.

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