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Das Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof ist unattraktiv und wird kaum angenommen. Der Ortsbeirat will das Gebäude begrünen und die Zufahrt verbessern.
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Das Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof ist unattraktiv und wird kaum angenommen. Der Ortsbeirat will das Gebäude begrünen und die Zufahrt verbessern.

Hauptbahnhof

Frankfurt: Fahrradparkhaus wird kaum genutzt

Zu Frankfurts einzigem Fahrradparkhaus im Süden des Hauptbahnhofs müsste die Zufahrt verbessert werden, heißt es von Betreiber und Ortsbeirat.

Wer mit dem Rad zum Hauptbahnhof fährt, braucht nicht lange nach einem Stellplatz zu suchen. Das Fahrradparkhaus im Süden der Station wird so gut wie nicht angenommen. Nur etwa zehn Prozent der 420 vorhandenen Plätze für Räder werden derzeit genutzt, sagt Michael Bachmann, Chef der stadteigenen Parkhaus-Betriebsgesellschaft GmbH (PBG). Die meisten seien von Dauermietern belegt. Vor allem die Anbindung des Hauses an der Mannheimer Straße sei verbesserungswürdig.

Das Gebäude liege „ein bisschen abseits“, sagt Bachmann. Die meisten, die mit der Bahn anreisten, verließen den Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt. Das Parkhaus liege jedoch südwestlich, „viele müssten da erst zurücklaufen“. Auch sei es mit dem Fahrrad schwierig zu erreichen. Unmittelbar davor fahren Busse und die Straßenbahnen, die Straße habe Kopfsteinpflaster, „und Schilder fehlen auch“. Wichtig wäre laut Bachmann ein Radweg oder ein Schutzstreifen, der das Parkhaus direkt anbindet. All das habe dazu geführt, dass die Akzeptanz geringer sei und das Parkhaus weniger umfänglich genutzt werde, als man sich das bei seiner Eröffnung 2016 gewünscht hatte.

Parkgebühr

Das Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof, Mannheimer Straße 35, hat täglich von 6 bis 22 Uhr geöffnet. Dank eines Nachtzugangs können Räder dort jederzeit abgeholt werden. In den oberen Etagen des Parkhauses ist zusätzlich Platz für 350 Autos.

Eine Tageskarte für ein Fahrrad kostet ein Euro. Eine Monatskarte für zehn Euro gibt es vor Ort. Benötigt wird dafür ein Kurzparkerticket, das am Kassenautomaten umgewandelt wird. Für eine Jahreskarte (100 Euro) wird ein Dauermietvertrag mit der Parkhaus-Betriebsgesellschaft über vermietung-pbg@abg.de abgeschlossen. bos

In anderen Städten gebe es Fahrradparkhäuser, die rund um die Uhr bewacht seien. In Frankfurt sei dies aus betriebswirtschaftlichen Gründen „nicht abbildbar“, so der PBG-Chef. Am Hauptbahnhof gebe es nur eine Videoüberwachung sowie Bügel und Schranken, die den Einlass regelten. Das Thema Diebstahl sei dennoch nicht groß, in der Regel seien es Einzelfälle. Würde das Angebot besser angenommen, „dann steigt die soziale Kontrolle“. Denn die Fahrradwerkstatt, die der Frankfurter Verein in dem Parkhaus betrieben hat, sei wegen der geringen Auslastung erst reduziert und schließlich eingestellt worden.

Der Ortsbeirat 1 will, dass das Fahrradparkhaus attraktiver und dadurch besser angenommen wird. Die Grünen des Gremiums haben eine ganze Liste mit Vorschlägen erarbeitet. So soll etwa die Zufahrt verbessert und sicherer werden. Dafür könnten unmittelbar vor dem Gebäude drei Parkplätze zugunsten eines markierten Radwegs aufgegeben sowie Hinweis- und Verkehrsschilder installiert werden. Langfristig müssten Radwege markiert werden, die in die benachbarten Stadtteile führten. Bislang sei das Haus schwierig zu finden und die Anfahrt gefährlich, so Antragsteller Andreas Laeuen. Vor allem die Zufahrt von der Innenstadt aus sei wegen des heftigen Verkehrs, der Reisebusse und der dort häufig illegal parkenden Autos „nicht zumutbar“.

Auch im Inneren des Fahrradparkhauses kann nach Ansicht des Ortsbeirats einiges verbessert werden. Das Gremium regt an, dass Ladestationen für E-Bikes aufgestellt und eine kostenlose Verleihstation für Lastenräder eingerichtet wird. Wünschenswert sei eine Selfservice-Repair-Station. Da die Tarife viele abschreckten, soll das Parken von Rädern testweise für ein Jahr kostenlos angeboten werden. Wünschenswert sei es zudem, das Parkhaus zu begrünen.

Michael Bachmann begrüßt die Vorschläge des Ortsbeirats. „Wir sind für Maßnahmen offen.“

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