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Chillen in der Gustavsburgstraße

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Von: Boris Schlepper

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Quartiersmanagement und Jugendmigrationsdienst sammeln Ideen für einen neuen Treffpunkt im Stadtteil. In Workshops sollen sich Anwohnende und Jugendliche aus dem Viertel einbringen können.

Die Gustavsburgstraße könnte sich zu einem Treffpunkt für junge Menschen im Viertel entwickeln. Das Caritas-Quartiersmanagement Gallus im Frankfurter Programm „Aktive Nachbarschaft“ und der Jugendmigrationsdienst im Quartier des Internationalen Bund haben Ideen entwickelt, um die Straße zwischen Mainzer Landstraße und Lahnstraße temporär aufzuwerten und zu beleben. Gemeinsam mit Anwohnenden und Jugendlichen wollen sie in den kommenden Monaten überlegen, wie die Straße zur „Gustavs Lounge“ umgestaltet werden könnte.

Das Sträßchen biete sich an: Vor einigen Jahren hat die Stadt die direkt an einem Spielplatz liegende Fläche entwidmet und für Autos gesperrt. Seither ist sie ungenutzt. Ohnehin gebe es zu wenig Aufenthaltsmöglichkeiten ohne Konsumzwang im Stadtteil, was in der Corona-Pandemie deutlich geworden sei. Die Straße soll künftig von allen Interessierten genutzt werden können und Menschen zusammenbringen.

Erste Anregungen sind Urban Gardening, eine Fahrradreparaturstation, Spielflächen auf der Straße, ein Bücherschrank, ein Bauwagen als Unterschlupf für Schlechtwettertage, der von Jugendlichen gestaltet werden könnte, sowie eine Gustavs Beach genannte Sandfläche mit Liegestühlen zum Chillen.

Noch ist das Projekt „nicht in trockenen Tüchern“, sagt Quartiersmanagerin Lisa Karasch. „Wir sind ganz am Anfang.“ Zunächst müsse eine Genehmigung zur Nutzung der Fläche bei der Stadt gestellt werden. Die gesammelten Ideen seien nur Anregungen: „Wir wollen offen an das Projekt herangehen.“ Wie die Straße tatsächlich aussehen könnte, sollen Bürgerinnen und Bürgern in Workshops vor Ort gemeinsam entwickeln. Eingebunden werden sollen auch Einrichtungen und Künstler:innen aus dem Stadtteil.

Da die Gustavsburgstraße eventuell als Ausweichfläche für die Kindertagesstätte Krifteler Straße während der Bauzeit des Bildungscampus Gallus benötigt wird, kann das Projekt nach Ansicht des Quartiersmanagement und des Jugendmigrationsdienst nicht dauerhaft angelegt werden. Die Möbel und der Bauwagen etwa sollen mobil bleiben, damit sie anschließend gegebenenfalls an einen anderen Standort verlegt werden können.

Die Grünen im Ortsbeirat 1 sind angetan von dem Vorstoß. Sie wollen das Projekt mit 2500 Euro aus dem Budget des Stadtteilgremiums unterstützen. Über den Antrag beraten die Fraktionen in der Sitzung am Dienstag. Die geplante „Gustavs Lounge“ schaffe „einen Mehrwert für Anwohnende und Jugendliche im Gallus zugleich“, begründet die Fraktion ihren Antrag. Positiv sei, dass die Heranwachsenden die Stationen weitgehend selbst gestalten sollen.

Der Ortsbeirat 1 tagt am Dienstag, 15. März, 19 Uhr, im Saalbau Gallus, Frankenallee 111. In der Sitzung werden Stadtrat Stefan Majer (Grüne) sowie Vertreterinnen und Vertreter des Dezernats für Mobilität und Gesundheit, des Straßenverkehrsamts und des Amts für Straßenbau und Erschließung über das Thema „Radverkehr und Verkehrsberuhigung Innenstadt“ berichten.

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