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Seit 2017 werden die Mädchen und Jungen in einem Provisorium der Grundschule an der Stephensonstraße unterrichtet. Foto: Christoph Boeckheler
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Seit 2017 werden die Mädchen und Jungen in einem Provisorium der Grundschule an der Stephensonstraße unterrichtet.

Gallus

Baustart für Grundschule Europaviertel

Stadt plant Neubau an Maastricher Ring bis 2024. Eltern sind enttäuscht über die jahrelange Verzögerung.

Nach jahrelangen Verzögerungen ist jetzt mit dem Bau der Grundschule Europaviertel begonnen worden. Seit kurzem stehen die ersten Baucontainer am Maastrichter Ring, die Bagger rollen bereits. Bis 2024 soll der Neubau fünf Klassen pro Jahrgang Platz bieten. Vorgesehen ist in dem 44,6 Millionen teuren Gebäude auch eine Turnhalle, eine Cafeteria und eine sechsgruppige Tagesstätte für Ü3- und U3-Kinder. Offizieller erster Spatenstich ist am 4. November.

Bei Eltern und dem Kollegium sei die Freude über die Nachricht groß, sagt Konrektorin Gabriele Heß, „wir sind schon viel zu lange vertröstet worden“. Für viele Mädchen und Jungen kommt der Neubau aber zu spät. Seit Herbst 2017 ist ein Provisorium in einer Containeranlage an der Stephensonstraße in Betrieb. Die ersten Schülerinnen und Schüler haben bereits ihre gesamte Grundschulzeit nur in Containern verbracht.

Dabei werde der Neubau dringend benötigt, sagt Heß. War die Schule anfangs nur zweizügig, gibt es inzwischen in fast allen Jahrgängen vier Klassen. Dafür reiche der Platz in den Containern nicht aus. Es fehlten etwa Differenzierungsräume, auch könne das Ganztagsangebot nicht richtig umgesetzt werden. Problematisch sei zudem, dass das Provisorium keine eigene Turnhalle hat, so die Konrektorin. Der Sportunterricht muss in der Hellerhofschule stattfinden. Doch dort gibt es nicht ausreichend Platz für die zusätzlichen Klassen der wachsenden Schule, weshalb jetzt ein Teil der Kinder nach Nied ausweichen muss.

Erst vor kurzem hatte die Stadt ihr Okay gegeben, für den Transfer einen Bus zur Verfügung zu stellen. Eine Ausschreibung sei in Vorbereitung, teilte das Bildungsdezernat mit, der Bus könne frühestens im Januar fahren. So lange unterrichten die Lehrer und Lehrerinnen Sport im Freien, sagt Heß, wozu auch der Schulhof und Parks herhalten müssen. Im Herbst und Winter werde das aber schwierig.

Dass die Stadt die Busse genehmigt hat, sei nur dem Druck der Eltern zu verdanken, sagt die Vorsitzende des Fördervereins, Isabel Schuller. Überhaupt sei vieles an der Grundschule nicht rund gelaufen. Immer wieder hätten Mütter und Väter kämpfen müssen. So auch für eine Erweiterung des Hofs, da der bestehende durch die wachsende Zahl der Schüler zu klein geworden ist. Ursprünglich sollten die Mädchen und Jungen auf dem Areal schon nach den Osterferien toben können, „jetzt soll er nach den Herbstferien fertig werden“.

Für alles hätten die Eltern kämpfen müssen, kritisiert auch Nicolas Pérez von der Elterninitiative, die sich für einen Umzug in eine dauerhafte Bleibe einsetzt und dafür eine Petition ins Leben gerufen hatte. Selbst für einen Zebrastreifen vor der Schule hätten sie sich zwei Jahre lang einsetzen müssen.

Dass der Neubau jetzt bald kommen soll, freut Isabel Schuller und Nicolas Pérez. Bedauerlich sei jedoch, dass ihre Kinder die Schule bis zur Fertigstellung nicht mehr besuchen werden. Für Pérez steht die Grundschule für die „katastrophale Bildungspolitik Frankfurts“. „Es ist eine Schande, wie wenig in Bildung investiert wird.“

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