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Anwohner hatten ihre Wünsche für einen attraktiveren Tel-Aviv-Platz geäußert.

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Ausruhen auf dem Tel-Aviv-Platz: Frankfurts Europaviertel wird grüner

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Die Fläche im Europaviertel wird grüner und belebter. Im Juni beginnen die Bauarbeiten.

Wer dachte, schon im Sommer im Schatten auf einer Bank auf dem Tel-Aviv-Platz lesen zu können, muss sich noch etwas gedulden. Im Juni beginnen die Bauarbeiten, sagt Adrian Jukic von dem Investor Aurelis in der Sitzung des Ortsbeirat 1 am Dienstagabend. Dann dauere es noch sechs Monate bis der Platz im Europaviertel fertig sei. Der Platz soll grüner und belebter werden. In die Planung sind Ideen der Anwohner und des Ortsbeirats mit eingeflossen. Die störten das viele Grau, die Leere und die vielen Baustellen.

Künftig können sie es sich auf diversen Sitzmöglichkeiten gemütlich machen. Anwohner hatten sich die Ecken als Treffpunkt ohne Konsumzwang gewünscht. Das hat Aurelis mit dem Amt für Straßenbau und Erschließung berücksichtigt, die gemeinsam die endgültige Gestaltung vorstellten. Neben einfachen Betonelementen gebe es auch welche mit Holzauflagen, sagt Jukic, manche mit Rückenstützen. Die Sitzgruppen sollen sich im Halbkreis gegenüberstehen.

Wichtig war den Anwohnern ebenfalls, dass kein Verkehr über den Platz zwischen Pariser und Schneidhainer Straße führt. Das bleibt auch so. Im Norden und Süden sollen Poller angebracht werden, die von der Feuerwehr oder für Anlieferungen und Marktbeschicker herausgenommen werden könnten. Parken auf dem Platz ist verboten.

Gefordert hatten die Anwohner auch mehr Grün und Schatten, das die Planer durch Bepflanzungen umsetzen wollen. Spielangebote wird es auf dem Platz nicht geben, denn diese seien schon im Umfeld gegeben, merkten sie an. Radfahrer erhalten keinen gesonderten Radweg, dürfen aber den Platz befahren. Die Planer hoffen auf Rücksichtnahme. Eigentlich soll der Radverkehr durch den angrenzenden Europagarten geführt werden.

Europaviertel: Keine öffentliche Toilette geplant

In der Mitte des Platzes, gegenüber der neu errichteten Kindertagesstätte, soll eine Fläche frei bleiben für Gastronomie oder einen temporären Markt. Erst nach der Fertigstellung könnte ein sogenannte Cube hier errichtet werden, ein Gebäude, wie es auch schon in der Mitte der Zeil gibt. Auch ein Spargelstand könnte dort stehen, sagt Jukic. „Einen ersten Interessenten gibt es schon“, sagt Andreas Schmidt vom Amt für Straßenbau und Erschließung. Wen, wollte er nicht verraten. Doch eine Bewerbung sei noch möglich. Die Außengastronomie vor der Pizzeria im Süden bleibe erhalten

Eine öffentliche Toilette sei nicht eingeplant, erwidert Schmidt auf die Frage einer Anwohnerin. Aber vielleicht könnten die Betreiber der Gastronomie ihre Toilette öffnen.

„Es ist sehr deutlich geworden, dass Aurelis und das Amt für Straßenbau die Anregungen sehr ernst genommen und viel berücksichtigt haben“, sagt Ortsvorsteher Oliver Strank (SPD) der FR. Die Rückmeldungen des Gremiums und der Anwohner seien sehr positiv. Vor allem die Verbesserung der Aufenthaltsqualität und die Belebung des Platzes hatte die Anwohner sich gewünscht. Dass es noch ein wenig dauert, überrascht Strank nicht. Sie lägen doch im Zeitplan.

Der Platz soll zudem einen durchgängigen Bodenbelag erhalten, in beigem hellen Asphalt. Die Sorge, dass der Platz bei einer dunklen Oberfläche schnell überhitze, sei somit unbegründet, sagt Jukic. Der Großteil der Fläche werde versiegelt sein, allerdings sei nebendran eine riesige Rasenfläche. Im Moment ist der Europagarten allerdings gesperrt. Die Trockenheit hatte dem Rasen zugesetzt.

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