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Das Areal an der Kleyerstraße 2018.

Gallus

Gallus: Kein Fortschritt auf dem Avaya-Gelände

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Der Ortsbeirat 1 möchte aktuellen Stand zum Avaya-Areal an der Kleyerstraße im Frankfurter Gallus wissen. Auf dem Gelände sollen drei Kitas sowie 1500 Wohnungen entstehen.

Auf dem ehemaligen Avaya-Areal an der Kleyer- und Ackermannstraße geht es nicht voran. Der Ortsbeirat 1 möchte daher jetzt wissen, wie die Planungen für den einstigen Industriestandort aussehen. In einem Antrag, der in der vergangenen Sitzung am Dienstag einstimmig verabschiedet wurde, fragt das Unabhängige Bündnis (UB), wann mit den Bauarbeiten und der Räumung des Grundstücks begonnen werden kann. Auf dem Gelände sollen drei Kitas sowie 1500 Wohnungen entstehen. Davon sind 30 Prozent als öffentlich geförderter Wohnungsbau geplant sowie Wohnungen für Menschen mit besonderem Bedarf, etwa Senioren, heißt es in dem Antrag. „Diese Wohnungen werden dringend benötigt.“

Das Problem: Ein Nachbar klagte gegen den Bebauungsplan. Die Stadt nennt keine Namen, aber wahrscheinlich handelt es sich um ein Gewerbetreibenden, der fürchtet, dass es mit seinem Rechenzentrum Schwierigkeiten mit der Lautstärke und den geplanten Wohnungen geben könnte. Ein sogenanntes Normenkontrollverfahren liege daher vor Gericht, sagt Mark Gellert, Sprecher vom Stadtplanungsamt. „Wie lange, liegt nicht in unserer Hand.“ Dieses Verfahren müsse man abwarten.

Das Wohnprojekt, das für 3000 Menschen ausgelegt ist, ist schon lange geplant. Bereits 2013 hatte es mit dem Investor, der Kleyer Betriebsgesellschaft, eine Bürgeranhörung gegeben. Geplant sind sieben Gebäuden, darunter vier Blocks mit Innenhöfen. Seit 2017 sei der Bebauungsplan rechtskräftig, schreibt das Unabhängige Bündnis. Im selben Jahr hätten städtische Vertreter erklärt, dass man sich an dieser Stelle der Gentrifizierung entgegen stellen würde, da bezahlbare Wohnungen geschaffen werden. So möchte die Partei zudem wissen, was die Stadt tun kann, um das Projekt voranzubringen.

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