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Ursel Albrecht hat im September ihre Arbeit aufgenommen. Foto: Privat

Gallus

Gallus: In einer quirligen Gemeinde predigen

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Ursel Albrecht wird neue Pfarrerin in der Gemeinde „Frieden und Versöhnung“. Beim Festgottesdienst zum 110-jährigen Bestehen der Gemeinde wird sie vorgestellt.

Es war die Formulierung der Stellenanzeige die Ursel Albrecht gleich ansprach. „Haben Sie Lust, in einer quirligen Gemeinde zu arbeiten?“, hieß es in dem Aufruf der evangelischen Kirchengemeinde „Frieden und Versöhnung“. Und das Attribut „quirlig“ treffe tatsächlich zu, das habe sie schon gemerkt, obwohl Albrecht erst im September als Pfarrerin angefangen habe.

Zu den Gottesdiensten kämen junge Familien, alte Menschen, bunt gemischt, sagt Albrecht. Gedacht werde im Sinne der Vielfalt, das bedeute auch, dass man stetig im Austausch mit anderen Kulturen und Religionen sei. Die Gemeinde sei gut im Stadtteil vernetzt und ginge auch in die Nachbarschaft. Gut gefalle ihr, dass es ein Gemeindegrab gebe, in dem Menschen, die sonst anonym bestattet werden, beigesetzt werden.

Welche Aufgaben genau Albrecht neben Predigten, Taufen, Trauungen und Bestattungen zukommen, entscheide sich bald. In die Arbeite mit den beiden Kitas, die zur Gemeinde gehören, werde sie auf jeden Fall involviert.

Freitags gebe es einen Kindergottesdienst. Das sei eine tolle Sache, findet Albrecht, die selbst zweifache Mutter ist. „Generell gibt es eine positive Grundstimmung in der Gemeinde - und dazu trage ich gerne bei.“

Albrecht ist nun zu ihrer Mutter in die Wohnung nach Sachsenhausen gezogen, in der sie auch aufgewachsen ist. Das sei für beide eine Win-Win-Situation, findet die 57-Jährige. Ihre Mutter bekomme ein wenig Hilfe und sie spart sich die Fahrerei aus Wiesbaden. Dort war sie vier Jahre als Pfarrerei tätig. Zuvor gab es Stationen in Groß-Gerau, Bleidenstadt (Taunusstein) und lange in Niedernhausen.

2009 ist die ehemalige Friedensgemeinde mit der ehemaligen Versöhnungsgemeinde fusioniert. Und soweit sie es bislang mitbekommen habe, klappe das, so Albrecht. Die neu zusammengekommenen Gemeindemitglieder hätten eine rücksichtsvolle Art, miteinander umzugehen.

Die Friedenskirche an der Frankenallee ist der Ort, an dem Gottesdienste gefeiert werden. Die Versöhnungskirche an der Sondershausenstraße hat der Evangelische Regionalverband an die Serbisch-Orthodoxe Gemeinde verkauft.

Auf einem Festgottesdienst zum 110-jährigen Bestehen der Gemeinde am 1. Advent, Sonntag 1. Dezember, um 14 Uhr in der Friedenskirche, Frankenallee wird Ursel Albrecht offiziell in ihr Amt eingeführt. Infos unter friedenundversoehnung.de.

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