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Die Galerien starten von 6. bis 8. September in die Saison.

Kunst

Galerien in Frankfurt stellen sich vor

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Zum Saisonstart im September zeigen sich die Frankfurter Galerien im neuen Format „The Frankfurt Art Experience“ mit Führungen, Gesprächen und einer Papierkunstmesse.

Seit 25 Jahren eröffnen die Galerien in Frankfurt im Herbst gemeinsam die Saison, vom 6. bis 8. September, diesmal aber in einem neuen Format. „The Frankfurt Art Experience“ heißt die Kunstschau, bei der sich mehr als 40 Galerien und Institutionen vorstellen.

Das Zentrum ist das „Flare of Frankfurt“, ein Hotel mit Boardinghouse und Wohnungen in der Großen Eschenheimer Straße, auf dem Areal, wo einst das Frankfurter-Rundschau-Gebäude stand.

In einer Halle aus Beton im Erdgeschoss des Gebäudes, welche zurzeit noch Fabrikcharme verströmt, präsentiert sich an diesem September-Wochenende die „Paper Positions Frankfurt“, eine Kunstmesse, bei der Besucher die Kunstwerke auf Papier auch erwerben können. Andere Standorte der „Paper Positions“ sind Berlin, München und Basel.

Zehn Führungen, für die man sich anmelden muss (www.frankfurtexperience.art), die aber nichts kosten, bringen Teilnehmer ins Bahnhofsviertel, nach Bockenheim, Sachsenhausen, Westend und in die Innenstadt – immer auf der Suche nach Kunst. Geleitet werden die Führungen von Kunsthistorikerinnen und Kunsthistorikern. Darüber hinaus stehen zum Saisonstart weitere kostenfreie Führungen in den Galerien auf dem Programm, die Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich.

Die Veranstalter laden auch zu Gesprächen und Diskussionen ein, im „Flare of Frankfurt“, das als „Art Experience Center“ bezeichnet wird. Hier gibt etwa Kolja Reichert, Kunstredakteur der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, einen Überblick über die aktuelle Entwicklungen auf dem internationalen Kunstmarkt; Matthias Wagner K, Direktor des Museums Angewandte Kunst, spricht über die veränderte Rolle der Museen in der Gesellschaft; der Stadtverordnete Thomas Dürbeck (CDU) diskutiert unter anderem mit Galeriebetreiberin Anita Beckers und Städel-Kurator Alexander Eiling über die „Verortung Frankfurts“ im Kunstmarkt.

Dabei wird auch die Frage gestellt werden, warum Frankfurt seit 2007 keine Kunstmesse mehr hat. Damals fand die „fine art fair frankfurt“ zum letzten Mal statt, die aus der 1989 gegründeten „Art Frankfurt“ auf dem Messegelände hervorgegangen war.

Tyrown Vincent, der „The Frankfurt Art Experience“ leitet, erinnerte daran, dass die „Art Frankfurt“ im Jahr 1989 mehr als 50 000 Besucher zählte. „Diese vielen Besucher sind der Kunst wegen gekommen, das kann man sich nicht durch die Finger rinnen lassen“, sagte Kristian Jarmuschek, der für die „Paper Positions Frankfurt“ verantwortlich ist.

Die Frankfurter Galerien hätten großes Potenzial, das nicht ausreichend genutzt werde, sagte Ulrike Berendson aus dem Organisationsteam. „Die Galerien sollten mehr Aufmerksamkeit bekommen“. Passend dazu zeigte der Imagefilm zur Veranstaltung eine weitestgehend leere Fahrgasse – dort befinden sich viele Frankfurter Galerien. Die Stadt Frankfurt fördert „The Frankfurt Art Experience“ mit 140 000 Euro, das Geld stammt aus der Tourismusabgabe. Daher kam Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) zum Termin, nicht Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD).

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