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Der Galeria Kaufhof wird zum Weltstadt-Haus. Foto: Renate Hoyer
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Der Galeria Kaufhof wird zum Weltstadt-Haus.

Einzelhandel Frankfurt

Galeria öffnet „Weltstadthaus“ in Frankfurt

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
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„Weltstadthaus“, „Regionaler Magnet“ und „Lokales Forum“: Das sind die Pläne in Frankfurt für Galeria Karstadt Kaufhof. Pilotprojekt an der Hauptwache geplant.

Frankfurt - Noch vorsichtig, aber positiv sind die ersten Reaktionen in Frankfurt auf die Pläne von Galeria Karstadt Kaufhof. Künftig sollen diesen zufolge die Häuser der Handelskette eingeteilt werden in „Weltstadthaus“, „Regionaler Magnet“ und „Lokales Forum“, zudem sollen Verkaufsflächen mit Serviceangeboten belegt werden. Drei entsprechend umgebaute Pilothäuser sollen im Oktober eröffnen, an der Hauptwache in Frankfurt, in Kassel und in Kleve.

„Es ist schön, dass Frankfurt ein ‚Weltstadthaus‘ erhält“, sagt dazu Joachim Stoll vom Handelsverband Hessen-Süd. Der ehemalige Kaufhof habe bereits ein Topniveau, was die Markenfülle anbelange. Dass er nun zum Pilothaus werde, sei ein positiver Fingerzeig, dass das Niveau am Anfang der Zeil – im Umfeld von Steinweg, Goethestraße und Freßgass – erhalten bleibe.

Frankfurt: Karstadt Zeil verkauft bis 2025

Die Handelskette beschäftige sich mit etwas, „das wir sowieso diskutieren wollen“, sagt Stoll. Mit der Frage nämlich, wie sich der stationäre Einzelhandel aufstellen soll, wenn weniger Fläche für Textilien benötigt wird, und welche anderen Funktionen ein großes Warenhaus übernehmen könnte. Interessant werde sein, was vom Galeria-Versuch für die anderen Einzelhandelsflächen in der City abzuleiten sein werde. Logistik und Service einzubinden, sei etwas, das im ländlichen Raum womöglich besser funktioniere als in der Stadt. „Da sind die Quadratmeterpreise hoch, das muss man erwirtschaften.“

Keine negativen Auswirkungen erwartet Stoll für Karstadt an der Zeil. Der verkaufe bis 2025 weiter. „Die Verträge sind ja fest.“ Das sieht auch Norbert Sachs so, Betriebsratsvorsitzender des Hauses. „Dass an der Hauptwache im Oktober etwas Neues kommt, war allen klar.“ Die Details haben die Beschäftigten auch erst am gestrigen Montag erfahren.

„Wie sich das alles auswirkt, wird sich zeigen.“ Sachs findet es gut, dass sich die Häuser an Hauptwache und Konstablerwache durch das Pilotprojekt noch deutlicher unterscheiden werden.

Mehr Leben in der City von Frankfurt gewünscht

Grundsätzlich wünscht sich Sachs mehr Leben in der Stadt. Events, die Menschen anziehen. So wie die Fashion Week etwa, Erntedankfest, Weihnachtsmarkt oder Hochhausfestival. Die Touristen blieben aus, es gebe keine Messen. „Da kann man froh sein, dass man Stammkunden hat.“

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Die Stadt hält sich zu den Galeria-Plänen bedeckt. „Das sind unternehmerische Entscheidungen, die wir nicht kommentieren“, sagt Mark Gellert, Sprecher des Planungsdezernats. Er denke nicht, dass das Vorhaben die Vereinbarungen berühre, die im Vorjahr mit der Handelskette zu vier Standorten in der Stadt getroffen wurden – den Kaufhof erweitern, Karstadt bis 2025 erhalten, das ehemalige Sportarena-Gebäude an der Hauptwache durch ein Wohn- und Geschäftsgebäude ersetzen und am ehemaligen Möwenpick am Opernplatz prüfen, ob ein nicht allzu hohes Hochhaus möglich wäre.

Gleichwohl bewege es die Planer, wie sich die Zeil in den kommenden zehn bis 50 Jahren entwickele. Der Onlinehandel setze den Geschäften zu. Aber: „Wir haben nicht das Problem, das keine Menschen in die Innenstadt kommen“, sagt Gellert. (George Grodensky)

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