Städtische Bühnen

Es gärt bei den Städtischen Bühnen

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Ausweichen und Hinhalten: Hartwigs übliche Taktik wird nicht ausreichen. Es gärt bei den Städtischen Bühnen. Ein Kommentar. 

Es reicht: Das ist übersetzt die Botschaft des öffentlichen Auftritts von Opern-Intendant Bernd Loebe und Generalmusikdirektor Sebastian Weigle. Und die Nachricht geht an die Kommunalpolitik in Frankfurt. Wer weiß, wie betont zurückhaltend der erfahrene Loebe sonst seit Jahren agiert, der kann ermessen, wie sehr es in dem 66-jährigen Vorsitzenden der deutschsprachigen Opernkonferenz gären muss.

In den bisherigen Gesprächen mit Kulturdezernentin Ina Hartwig und Kämmerer Uwe Becker (CDU) haben Loebe und Weigle offenkundig nichts erreicht, was die Arbeitsbedingungen eines der renommiertesten europäischen Opernorchester verbessert.

Es kommt nun ein Konflikt an die Öffentlichkeit, der hinter den Kulissen bereits seit geraumer Zeit schwelt. Im Kern geht es um die Frage, die auch die Diskussion um Sanierung oder Neubau der Bühnen befeuert: Was will und kann die Stadt Frankfurt für die beiden hoch subventionierten Häuser Oper und Schauspiel tun?

Die Kulturdezernentin hat klargestellt, dass auch künftig 90 Prozent der Kosten infolge der Tarifsteigerungen im Öffentlichen Dienst durch die Stadt aufgefangen werden. Auf die Forderungen von Loebe und Weigle für bessere Arbeitsbedingungen des Opernorchesters verfolgt Hartwig ihre übliche Taktik: Ausweichen und Hinhalten.

Das wird nicht ausreichen. Es gärt bei den Städtischen Bühnen.

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