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Nilgänse am Mainufer.

Nilgänse in Frankfurt

Gänse zeigen Respekt

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Das Brentanobad meldet die erfolgreiche Vertreibung der Tiere.

Gut drei Monate nach der Entscheidung, im Brentanobad auf Nilgänse zu schießen, haben die Bäderbetriebe ein positives Zwischenfazit der Vergrämungsaktion gezogen. Es habe „spürbare Erfolge“ gegeben, sagte der Geschäftsführer der Bäderbetriebe, Frank Müller. Während in den vergangenen Wintern im Brentanobad mehr als 100 Tiere anzutreffen waren, seien es derzeit nur ein paar.

Ein Jäger hatte im September sechs Nilgänse geschossen. Dadurch hätten die Tiere ihr territoriales Verhalten abgelegt und das Freibadgelände als gefährliches Terrain ausgemacht. Die wenigen Gänse, die derzeit noch anzutreffen sind, ergriffen schnell die Flucht, wenn ein Mensch in Sichtweite komme. Auch die Vergrämung mit ausgebildeten Jagdhunden zeige nun wieder Erfolg, „da die Nilgänse wieder den nötigen Respekt entwickelt haben“, sagt Müller.

Das Brentanobad werde wöchentlich kontrolliert; wenn derzeit noch mal geschossen werde, dann nur in den Boden, betont Müller. Dass bis zum Ende der Jagdzeit am 15. Januar aber nochmal auf die Gänse selbst geschossen werde, will der Chef der Bäderbetriebe nicht ausschließen.

Die Stadt Frankfurt hatte sich im September dazu entschlossen, auf die Nilgänse zu schießen, nachdem das Gesundheitsamt mitgeteilt hatte, der Kot der Tiere auf den Liegewiesen könne für Kleinkinder und Babys gesundheitsgefährdend sein. Andere Vergrämungsaktionen wie Flatterbänder, künstliche schwarze Schwäne oder Jagdhunde hatten bis dato keinen Erfolg gezeigt.

Tierschützer hatten die Abschussaktionen heftig kritisiert. Die Tierschutzorganisation Peta hatte sogar Klage eingereicht. Die Verkotung von Grundflächen sei kein legitimer Grund, um Tiere zu töten, hieß es zur Begündung.

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