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Polizei, Freund und Hüter.
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Polizei, Freund und Hüter.

Tiere in Frankfurt

Gänse bremsen Autofahrer aus

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Auf der Zeppelinallee in Frankfurt bringt eine freche Gänsegruppe den Verkehr zum Erliegen. Die Polizei hilft "mit engagiertem Körpereinsatz".

In Kanada gelten offenbar andere Verkehrsregeln. Das legt jedenfalls das Verhalten einiger kanadischer Exilbürger (oder womöglich deutscher Staatsbürger mit kanadischem Migrationshintergrund) nahe, die jüngst die Bekanntschaft der Frankfurter Polizei machen mussten.

Besagte achtköpfige Gruppe schreckte nicht davor zurück, am helllichten Morgen auf einer Hauptverkehrsachse (Bundesstraße 8) zu „spazieren“, wie einer Polizeistreife flugs von Zeugen mitgeteilt wurde. „Zahlreiche Enten oder Gänse“, hieß es, und „mitten auf der Zeppelinallee“.

Nun kann man sich in Frankfurt ja einiges herausnehmen, besonders als Ente oder Gans. Schwimmbäder darf man ungestraft vollkacken, Parks auch, am Mainufer darf man lungern. Aber mitten auf der Straße? Das geht natürlich zu weit.

Die alarmierte Streife nahm sich sogleich des Falles an und fand tatsächlich die acht Missetäter, wie sie „seelenruhig“ auf der stark befahrenen Nord-Süd-Verbindung am Palmengarten „herumwatschelten“. Allesamt Kanadagänse, allesamt also „Charaktervögel des Tieflandes“, die normalerweise an Binnenseen der Prärie- und Ackerbaugebiete brüten (www.tiere-der-heimat.de). Und allesamt auf der Fahrbahn. Das sollte sich unsereiner mal wagen. Unsereiner würde aber anschließend, nachdem die Polizei die Straße (mit Blaulicht!) abgesperrt hat, vermutlich kaum zum Botanischen Garten getrieben – „mit engagiertem Körpereinsatz“, wie die Ordnungshüter weiter berichten.

Freilich nicht in den Botanischen Garten, erläutert ein Polizeisprecher der FR auf Nachfrage, sondern nur in einen Bereich, in dem das Federvieh keinem Auto in die Quere kommen konnte. Und dann? Gab es eine Anzeige an die Gruppe – wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr? Na ja, relativiert der Polizeisprecher, „die Frage ist ja auch immer: Aus welchem Grund behindert jemand den Verkehr?“ Gänsen könne man im Grunde nichts vorwerfen: „Die Gans ist ja ein Tier, die macht das nicht mit Absicht.“ Insofern sei einer Gans noch nicht mal eine Ordnungswidrigkeit zur Last zu legen.

„Gänse oder Polizisten kamen bei der Aktion nicht zu Schaden“, schließt die Pressemitteilung versöhnlich. Bleibt festzuhalten: In Kanada ist einfach mehr Platz.

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