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Fußball

Fußball: Faustschlag gegen Schiedsrichter im Kreis Frankfurt

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Im Amateurfußball geht es schon vor dem Saisonstart wüst zu. Ein Schiedsrichter kassiert erst einen Faustschlag - und verfolgt den Übeltäter dann quer über den Platz.

Es war eigentlich nur ein Freundschaftsspiel, aber am Ende musste die Polizei einschreiten. Wobei, was heißt am Ende? Es lief erst die 38. Minute im Vorbereitungsspiel zwischen der SG Praunheim II und Fortuna Höchst, als der Schiedsrichter einen Gästespieler wegen eines Fouls mit der Gelben Karte verwarnen wollte. Der Spieler missachtete den Unparteiischen aber derart, dass dieser sich entschloss, ihn wegen Unsportlichkeit gleich mit Gelb-Rot vom Feld zu schicken. Während der Schiedsrichter sich den Vorfall notierte, schenkte der des Feldes verwiesene Spieler ihm doch noch Beachtung und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Der Schiedsrichter berappelte sich nach einem Augenblick Benommenheit und nahm dann wutentbrannt die Verfolgung über den Platz auf für ein Revanchefoul. Es folgte der Spielabbruch und der Polizeieinsatz.

Goran Culjak, Schiedsrichterobmann im Kreis Frankfurt, ist über den Vorfall am vergangenen Sonntag doppelt unglücklich. „Da hat auch der Schiedsrichter ein bisschen unglücklich gehandelt“, räumt er ein. Doch neben dem Vorfall in Praunheim hat es in der Vorbereitung schon zwei weitere Spielabbrüche im Jugendbereich gegeben. „Das macht uns ein bisschen Sorge, was passiert denn dann ab Mitte August, wenn der Spielbetrieb wieder losgeht?“, fragt sich Culjak und erhofft sich vom Hessischen Fußball-Verband (HFV) vor dem Beginn des Ligabetriebs noch ein klares Zeichen.

Das wird aber wohl erst mal ausbleiben, wie HFV-Präsident Stefan Reuß auf FR-Anfrage kundtut: „Wir sind noch in der Abarbeitung der Grünberger Erklärung.“ Jene Erklärung im November 2019 war bereits eine Reaktion nach Übergriffen auf Schiedsrichter. Unter anderem sollten in jedem hessischen Fußballkreis zehn Vereine gefunden werden, die sich als Fairplay-Partner positionieren wollen. „Die zehn Partner sind aber noch nicht in jedem Kreis gefunden“, räumt Reuß ein. Hoffnung setzt der Verbandspräsident auch in den Trainerpass, den es ab der Rückrunde geben soll. Die Verantwortlichen sollen in einer Schulung einen Verhaltenskodex vermittelt bekommen.

Einem Schiedsrichter aus dem Kreis Offenbach wird das nicht mehr helfen. Der 26-Jährige hat sich nach zehn Jahren Dienst an der Pfeife entschlossen aufzuhören. Nach einem Vorfall im vergangenen Jahr, bei dem der Stadionsprecher sogar über Megafon gegen ihn gehetzt hatte, wartete er bislang vergeblich auf eine Rückendeckung der Sportgerichtsbarkeit und zog nun in der vergangenen Woche die Konsequenzen. Denn da sei es bei einem Spiel in Rodgau noch mal „komplett eskaliert“.

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