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Sieht den starken Finanzsektor in Frankfurt als wichtigen Grund für ein Konsulat in der Stadt: der irische Botschafter Michael Collins.
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Sieht den starken Finanzsektor in Frankfurt als wichtigen Grund für ein Konsulat in der Stadt: der irische Botschafter Michael Collins.

Irländisches Konsulat

"Fußabdruck außerhalb Berlins"

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
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Irlands Botschafter in Deutschland über die Gründung eines Konsulats in Frankfurt.

Vor wenigen Wochen kündigte Irland an, ein Berufskonsulat in Frankfurt eröffnen zu wollen. Bisher hat der Inselstaat nur eine Botschaft in Berlin und kleinere Honorarkonsulate in anderen Städten. Die FR sprach mit Botschafter Michael Collins über den Zeitplan, die Ziele und die Gründe für den Standort Frankfurt.

Herr Collins, warum gründet Irland erst jetzt ein Konsulat in Deutschland?
Andere, meist größere Länder, haben zwei oder mehr Vertretungen in Deutschland. Wir hatten bisher nur die in Berlin. Wir haben vor kurzem einen Report angefertigt, in dem Schritte aufgelistet wurden, um die Beziehung mit Deutschland zu verbessern. Das Konsulat in Frankfurt, unser Fußabdruck außerhalb Berlins sozusagen, ist ein Schritt dazu.

Hat auch der Brexit bei den Überlegungen eine Rolle gespielt?
Wir brauchen eine bessere Beziehung zu Deutschland, unabhängig vom Brexit. Allerdings hat dieses Ereignis uns schon zum Nachdenken gebracht. Unsere wichtigste Beziehung innerhalb der EU ist die zu Deutschland. Wir haben auch gemerkt, dass wir in vielen Bereichen unser Engagement noch verbessern können.

Warum hat Irland Frankfurt als neuen Standort gewählt?
Wir haben gesehen, dass eine Gründung dort uns die größten Vorteile bietet. Das liegt auch an der Stärke des Finanzsektors in Frankfurt. Aber auch der Kontakt zu Universitäten und der EZB sind uns wichtig. Ich denke, dass wir in vielen Bereichen sehr gute Beziehungen aufbauen können. Es gibt bereits auch Pläne, nach Frankfurt ein zweites Berufskonsulat in München zu eröffnen. Dort ist die irische Community am stärksten. Aber Frankfurt ist der ideale Ort, um zu starten.

Wie viele Iren leben denn in Frankfurt?
Es sind etwa 1700. München hat im Vergleich dazu rund 2900 und in ganz Deutschland leben insgesamt 13 000 Iren. Wir denken, dass durch den Brexit auch mehr Iren, die momentan beispielsweise in London leben, nach Deutschland kommen werden.

Wo wird das Konsulat in Frankfurt ansässig sein?
Das wissen wir noch nicht. Fest steht, dass wir 2019 eröffnen wollen. Es soll ein kleines Konsulat mit einem Generalkonsul und seinem oder ihrem Team sein. Wir müssen uns nun auch nach Räumlichkeiten umschauen, die wir anmieten können. Aber der Sitz in Frankfurt wird ein Berufskonsulat sein und kein Honorarkonsulat. Das unterstreicht, denke ich, die Bedeutung für uns.

Für welches Gebiet ist das neue Konsulat zuständig?
Es wird sich zentral auf Hessen fokussieren. Das Bundesland hat eine große und wichtige Ökonomie. Unsere Mitarbeiter der Vertretung werden in Frankfurt in allen Bereichen über Irland reden. Nicht nur beim Thema Handel, sondern auch in anderen Themenfeldern wie der Kultur. Mit allen unseren Institutionen vor Ort, werden wir ein „Team Irland“ bilden.

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