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Für neun Euro von Frankfurt aus durch Deutschland

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Bundesweit startet der Verkauf des „9-Euro Tickets“ und findet großen Anklang in der Bevölkerung. Von Paula Tauber.

Die Ticketautomaten der Frankfurter Hauptwache laufen an diesem Montagmorgen auf Hochtouren. Gekauft wird vor allem eines: das 9-Euro-Ticket. Bereits seit Samstag besteht in einigen Frankfurter Bahnhöfen die Möglichkeit, das Ticket zu kaufen. Offizieller Verkaufsbeginn der Deutschen Bahn und vieler weiterer Verkehrsunternehmen ist am 23. Mai.

Obwohl - oder weil - in den vergangenen Tagen immer wieder vor großem Andrang auf die Ticketcenter und Automaten gewarnt wurde, sind an den Bahnhöfen keine langen Schlangen in Sicht. Das liegt auch daran, dass sowohl der Rhein-Main-Verkehrsverbund als auch die Verkehrsgesellschaft Frankfurt ihre Mitarbeiterpräsenz für diese Woche deutlich erhöht haben.

Fahrkartenkontrolleur Alexander Laska erzählt, dass er die gesamte Woche als Ansprechpartner für mögliche Ticketkäufer:innen abgeordnet sei. Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn berichtet: „Das Aktionsticket ist das meistverkaufte Ticket heute morgen.“

Das Entlastungspaket der Bundesregierung trifft auf viel Anklang in der Bevölkerung. Maria Leister betont, für sie lohne sich das Ticket schon ab der ersten Fahrt. Vorwiegend nutze sie die Bahn, um nach Offenbach zum Einkaufen zu fahren - ein normales Tagesticket koste sie fast zehn Euro. Obwohl sie wegen ihres hohen Alters eher selten Bahn fahre, möchte sie die nächsten drei Monate die Aktionskarte in Anspruch nehmen.

Auch Doris Ort freut sich über die Ermäßigung. „Ich bin ja eher die Autofahrerin, aber dieses Ticket bewegt mich jetzt doch dazu, öfter mit der Bahn zu fahren“, sagt sie. Sie könne sich auch vorstellen, das Ticket mal für eine Fernreise zu nutzen. „Nur nach Sylt fahre ich nicht. Dafür habe ich sowieso keine Zeit“, ergänzt sie lachend. Vor überfüllten Zügen habe sie keine Angst. Zwar rechnet sie damit, dass vor allem Fernreisende mit dem Ticket in Regionalzügen durch Deutschland fahren werden. Vollere U- und Straßenbahnen erwarte sie allerdings nicht.

Um die gesteigerte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel auszugleichen, stellt die Deutsche Bahn ab Anfang Juni 50 Extrazüge und mehr als 700 zusätzliche Service- und Sicherheitskräfte bereit. Die Kund:innen profitieren von insgesamt 250 zusätzlichen Fahrten.

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