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Nach dem Unfall reparieren Mitarbeiter der Deutschen Bahn den beschädigten Prellbock.

Unfall

Fünf Verletzte bei Kollision am Frankfurter Hauptbahnhof

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Ein Regionalexpress fährt im Hauptbahnhof auf einen Prellbock auf. Die Unfallursache ist noch unklar. Ein Frau musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Fünf Menschen sind bei einem Zugunfall imFrankfurter Hauptbahnhof verletzt worden, einer von ihnen schwer, wie die Bundespolizei berichtet. Demnach fuhr der Regionalexpress RE 30 (4171) aus Richtung Kassel am Montagmorgen gegen 6.45 Uhr auf Gleis 16 zwar in den Bahnhof ein. Dort kam er jedoch nicht wie gewohnt zum Stehen, sondern fuhr „mit geringer Geschwindigkeit“ gegen den am Ende des Gleises stehenden Prellbock, so der Polizeibericht.

Durch den Aufprall stürzten mehrere Menschen an Bord des Zuges, eine Zugbegleiterin und drei Fahrgäste wurden dabei leicht verletzt. Nach Angaben der Feuerwehr erlitten sie unter anderem Platzwunden am Kopf. Sie wurden laut Bundespolizei noch am Gleis versorgt. Eine 60 Jahre alte Frau aus Bad Nauheim (Wetterau-Kreis) verletzte sich bei ihrem Sturz schwerer an Kopf und Rücken. Sie wurde am Bahnsteig zunächst vom Rettungsdienst versorgt und später mit dem Notarztwagen in das Universitätsklinikum eingeliefert, heißt es weiter.

Nach Angaben der Bundespolizei hatte der Regionalexpress bereits Verspätung, als er in Frankfurt einfuhr; eigentlich hätte er um 6.27 Uhr ankommen sollen. Ob die Verspätung aus einer technischen Störung herrührte, konnte die Polizei am Montag nicht sagen.

Warum der Zug auf den Prellbock fuhr, ist nun Teil der Untersuchungen der Bundespolizei. Am Montag ließ sich noch nicht sagen, ob ein technisches oder menschliches Versagen vorlag. Auch über die genaue Geschwindigkeit, mit der der Unfall geschah, wollte die Bundespolizei keine Angaben machen. Dies sollten die nun folgenden Untersuchungen ermitteln. Laut Bahn beträgt die Einfahrtgeschwindigkeit in Kopfbahnhöfe üblicherweise 30 Kilometer pro Stunde.

Nach Bahn-Angaben sind nach ersten Erkenntnissen keine größeren Schäden am Gleis entstanden, auch an Lok und Prellbock habe es keine größeren Schäden gegeben. Der Zug wurde zur technischen Untersuchung aus dem Bahnhof abgeschleppt. Nach einigen Untersuchungen und Instandsetzungsarbeiten wurde Gleis 16 um 10.30 Uhr wieder für den Bahnverkehr freigegeben. (mit dpa)

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