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Fünf neue Schulen in Frankfurt nötig

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Von: Sandra Busch

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Auch an den neuen Schulen wird es wohl noch Schwamm und Tafel geben.
Auch an den neuen Schulen wird es wohl noch Schwamm und Tafel geben. © Michael Schick

Bildungsdezernentin Weber stellt den Bedarf an Schulen für die nächsten Jahre fest: Fünf neue Schulen braucht Frankfurt.

Drei integrierte Gesamtschulen (IGS), eine gymnasiale Mittelstufenschule, ein Oberstufengymnasium – das sieht der Entwurf des Schulentwicklungsplans 2020 - 2029 an neuen Schulen für Frankfurt vor, den Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) am Montagabend im Ausschuss vorstellte. Darüber hinaus soll die Edith-Stein-Schule, eine Haupt- und Realschule in Sossenheim, bis 2024 in eine kooperative Gesamtschule (KGS) umgewandelt werden und einen Gymnasialzweig erhalten. Damit erhielte der Frankfurter Westen die erste Schule, an der Schülerinnen und Schüler ihren Weg von der fünften Klasse bis zum Abitur machen können.

Der Schulentwicklungsplan (SEP) legt fest, welche Schulen in Frankfurt gebraucht werden, welche gegründet oder geschlossen werden sollen. Grundlage dafür ist die prognostizierte Zahl an Schülerinnen und Schülern in den nächsten Jahren. Und deren Zahl steigt danach weiterhin an. Bei den Grundschülerinnen und Grundschülern, in der Sekundarstufe 1, in der Oberstufe. Der Entwurf wurde gemeinsam mit dem Wuppertaler Institut für bildungsökonomische Forschung erstellt.

Um die steigende Zahl an Grundschülerinnen und Grundschülern aufzufangen, sollen vier Grundschulen ihre Zügigkeit temporär oder dauerhaft erhöhen. Brentanoschule, Engelbert-Humperdinck-Schule, Gruneliusschule und die noch zu gründende Grundschule Heddernheim sollen ein oder zwei Klassen pro Jahrgang mehr aufmachen. An 32 Grundschulen wird eine Anpassung der Grundschulbezirke geprüft, da „benachbarte Schulen unterschiedlich ausgelastet sind“, sagte Maren Hollen vom Stadtschulamt.

Bereits angekündigt hatte Weber eine IGS im Süden. Im Plan ist sie für 2024 vorgesehen, doch Weber will sie am liebsten ein Jahr vorziehen. „Das kann ich heute nicht versprechen“, sagte sie. Das hänge vom Standort ab, in Sachsenhausen seien die Grundstücke knapp.

Eine weitere integrierte Gesamtschule soll in der Bildungsregion Mitte entstehen. Der Bedarf entsteht, wenn die 2019 gegründete Johanna-Tesch-Schule an ihren endgültigen Standort im Frankfurter Norden umzieht. Die dritte IGS soll in der Bildungsregion Mitte-Nord gegründet werden. Der Bedarf ist im Entwurf ab 2022 berechnet, gegründet wird die Schule aber nicht mehr in diesem Jahr.

Die gymnasiale Mittelstufenschule in der Bildungsregion Ost „wird gebraucht“, sagte Hollen. Auch das schon im vorherigen Plan enthaltene Gymnasium Ost, für das allerdings noch ein Standort gesucht wird, könne den Bedarf an Gymnasialplätzen nicht decken. Weber sagte, dass möglicherweise die kleinere Mittelstufenschule sogar früher entstehen könnte als das Gymnasium.

Dass es durch die Umwandlung der Edith-Stein-Schule in eine KGS nun – neben dem Oberstufengymnasium Friedrich-Dessauer – eine Möglichkeit gibt, im Westen Abitur zu machen, findet Omar Shehata (SPD) gut: „Es ist uns ein großes Anliegen, den Frankfurter Westen nicht im Stich zu lassen.“

Die fünf Schulen sollen zusätzlich zu den 24 Schulen entstehen, die nach vorherigen Plänen noch gegründet werden sollen. Der Entwurf geht nun in den Geschäftsgang, muss in Gremien und im Magistrat diskutiert und abgestimmt werden, dann müssen die Stadtverordneten darüber entscheiden. Am Ende muss ihn das Hessische Kultusministerium genehmigen.

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