1. Startseite
  2. Frankfurt

Fünf neue Schulen für Frankfurt

Erstellt:

Von: Sandra Busch

Kommentare

28 Schulen muss die Stadt in den nächsten Jahren gründen.
28 Schulen muss die Stadt in den nächsten Jahren gründen. © dpa

Die Stadtverordneten haben den aktualisierten Schulentwicklungsplan beschlossen. Aus einer gymnasialen Mittelstufenschule wurde dabei nun doch noch ein Gymnasium.

Fünf neue Schulen will die Stadt in den nächsten Jahren eröffnen. Das sieht der Schulentwicklungsplan 2020 bis 2029 vor, den die Stadtverordneten am Donnerstagabend im Plenum beschlossen haben. Diese fünf Schulen sollen zusätzlich zu den 23 Schulen gegründet werden, die bereits in vorherigen Plänen vorgesehen sind.

Die Schulen werden in Frankfurt gebraucht, „um dem dynamische Wachstum der Stadt gerecht zu werden und die Entwicklung im Blick zu behalten“, sagte Bildungs- und Baudezernentin Sylvia Weber (SPD) in der Stadtverordnetenversammlung. Im aktualisierten Plan stehen daher nun weitere drei integrierte Gesamtschulen und ein Oberstufengymnasium – sowie ein Gymnasium in der Bildungsregion Ost. Eigentlich sieht der Plan eine gymnasiale Mittelstufenschule vor, nun soll es doch ein grundständiges Gymnasium mit zugehöriger Oberstufe werden.

Dass zahlreiche Schulen noch gar nicht gebaut wurden, kritisierte Sara Steinhardt, bildungspolitische Sprecherin der CDU. „Es wird nicht planvoll vorgegangen“, sagte sie. Es sei Zufall, welche Schule gebaut werde. Je nachdem, wo gerade ein Grundstück gefunden werde. Weber habe nun seit einem Jahr auch zusätzlich die Zuständigkeit fürs Bauen und könne „die Schuld nicht mehr von sich schieben“.

Weber sagte, sie verstehe die Kritik an der Umsetzung, aber es habe nichts mit der Schulentwicklungsplanung zu tun, „ob oder in welchem Tempo gebaut wird“. Aber die in diesem Jahr gegründete Stabstelle Schulbau bereite eine „Schulbau-Offensive“ vor, sagte Weber. Sie werde auch Maßnahmen erarbeiten, um Verwaltungsabläufe zu beschleunigen. Julia Frank, bildungspolitische Sprecherin der Grünen, sagte, es sei wichtig, „gemeinsam daran zu arbeiten, dass Flächen und Gebäude gefunden werden“. Nur so könnten die Mittel vollumfänglich eingesetzt werden.

Zusätzlich zu den neuen Schulen soll die Edith-Stein-Schule, eine Haupt- und Realschule in Sossenheim, bis 2024 in eine kooperative Gesamtschule (KGS) umgewandelt werden und einen Gymnasialzweig erhalten. Neue Grundschulen sind im aktualisierten Schulentwicklungsplan nicht vorgesehen. Allerdings soll an einigen Grundschulen die Zügigkeit erhöht werden, um mehr Kinder aufnehmen zu können. Das kritisierte Steinhardt. „Nicht Container, sondern nur neue Schulen und Erweiterungen entlasten die Grundschulen.“ Sie vermisse „ausreichende Kapazitäten in allen Schulformen“.

Immer wieder fordert die CDU auch mehr Realschulen. Doch die Realschulen seien in Klasse 5 nicht voll, sagte Weber. „In Jahrgang 7 sieht das anders aus, das weiß ich.“ Denn dann gehen Schülerinnen und Schüler von den Gymnasien an die Realschulen. „Aber für eine Gründung müssen wir den Bedarf im Jahrgang 5 nachweisen.“ In diesem Schuljahr seien nur drei der 16 Realschulzweige im Jahrgang 5 ausgelastet, es gebe 261 freie Plätze – neun freie Klassen. „Es sind keine ideologischen Gründe, keine Realschulen zu gründen.“

Das Kultusministerium muss dem aktualisierten Schulentwicklungsplan noch zustimmen.

Auch interessant

Kommentare