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Viel zu lesen und zu kaufen: Frankfurter Verlage wollen im Frühjahr ihre Werke zur Schau stellen.

Frühjahrsbuchmesse

Viel Zuspruch für Verlagsschau

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22 Buchproduzenten präsentieren sich am 6. und 7. April in der Evangelischen Akademie.

Mit der Zeit ist die Idee immer größer geworden. Und jetzt hat die neue Frankfurter Frühjahrsbuchmesse eine Dimension angenommen, mit der die Organisatoren gar nicht gerechnet hatten. Nicht weniger als 22 Verlage aus Frankfurt, aber auch aus Berlin und Zürich werden sich am 6. und 7. April in der Evangelischen Akademie, Römerberg 9, präsentieren.

Die „069 Frankfurter Verlagsschau“ ist, sehr zum Unterschied von den klassischen Buchmessen, von Anfang an eine Verkaufsschau. Und das kommt nicht von ungefähr. Denn gerade in einer Zeit, in der die Zahl von Käuferinnen und Käufern gedruckter Bücher zurückgeht, wollen die Frankfurter Verlage den direkten Kontakt zum Kunden stärken. „Es gibt immer mehr Schwierigkeiten, Bücher zu verkaufen“, sagt Axel Dielmann vom gleichnamigen Frankfurter Verlag, einer der Organisatoren.

Die Frankfurter Häuser wollten „zeigen, dass Frankfurt eine Verlagsstadt ist“. Auch wenn mit Weissbooks gerade wieder ein Unternehmen angekündigt hat, dass es die Kommune verlassen wird. Bei der öffentlichen Präsentation als Bücherstadt, so urteilt der Verleger, hinke Frankfurt bisher hinterher.

Ein Kuratorium wählte rund zwanzig Frankfurter Verlage für die Teilnahme aus. Dabei ist S. Fischer als das größte Haus in der Stadt ebenso wie kleine Firmen, etwa Henrich Editionen oder der Größenwahn Verlag. Auch ein Offenbacher Unternehmen ist mit von der Partie: Der 1989 gegründete Gabal Verlag. Er widmet sich in erster Linie Medien, die zur beruflichen und persönlichen Weiterbildung dienen.

Die Frankfurter wiederum luden bisher sechs Verlage von außerhalb ein, davon alleine vier aus Berlin. Sie wollten dem Ganzen „auch nationalen Anstrich und Reichweite geben“. Für die Verlagsschau werden der große Saal im zweiten Stockwerk der Evangelischen Akademie, aber auch der große Panorama-Saal im Dachgeschoss des Hauses in Anspruch genommen. Als zusätzliche Fläche für die Kommunikation der Gäste und das Catering steht die Lounge im Parterre zur Verfügung, von der aus auch der Innenhof betreten werden kann.

Am Ende sollen diese beiden Tage im April dem „gewissen Schulterschluss unter uns Verlagen und Büchermenschen“ dienen, wie Mit-Organisator Dielmann im Gespräch mit der FR sagt. Die „Frankfurter Verlagsschau“ wollen die Organisatoren künftig in jedem Jahr auf die Beine stellen. Auch der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Stadt Frankfurt unterstützen das neue Projekt.

Ironischerweise ist es aber nicht etwa das städtische Kulturdezernat, das die ganze Sache fördert. Von dort, so Axel Dielmann, sei das Vorhaben als privatwirtschaftliches Unternehmen eingestuft worden und deshalb nicht förderfähig. Nein, es ist Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU), der die „Frankfurter Verlagsschau“ als Start-up begreift und deshalb finanziell unterstützt. Denn der Auftritt in der Evangelischen Akademie am Römerberg kostet die Verlage natürlich Miete.

Vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und seinem hessischen Landesverband gebe es, so Dielmann, vor allem logistische Unterstützung. Das gelte etwa für die notwendige Anlieferung von Büchern. 

Die Verlage

Sechzehn Unternehmen aus Frankfurt und Offenbach nehmen an der „069 Frankfurter Verlagsschau“ am 6. und 7. April in der Evangelischen Akademie, Römerberg 9, teil.

Es sind der Verlag Axel Dielmann, die Büchergilde Gutenberg, der Frankfurter Societäts-Verlag, die Frankfurter Verlagsanstalt, der Gabal Verlag, der Größenwahn Verlag, Gutleut, Henrich Editionen, Mainbook, MeterMorphosen, der Moritz Verlag, S.Fischer Verlage, Schöffling&Co., Steinebach sorechende Büchger, Weissbooks und Westend.

Von außerhalb kommen Matthes&Seitz, Secession Verlag, Guggolz Verlag und Quier (alle Berlin) sowie Elster&SAlis (Zürich) und 360 Grad (Schriesheim). (jg)

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