Frankfurt

Früherer Frankfurter Uni-Chef sieht Wahlboykott kritisch

  • Georg Leppert
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Ex-Präsident Werner Müller-Esterl schreibt offenen Brief an die Mitglieder des Senats.

Der frühere Präsident der Goethe-Universität, Werner Müller-Esterl, hat vor einem Scheitern der Präsidentschaftswahl der Goethe-Universität am Mittwoch gewarnt. „Ein Scheitern der Wahl würde nicht nur den Kandidaten und der Universität im Ganzen, sondern auch dem Ansehen des Senats schweren Schaden zufügen“, schreibt der Professor für Biochemie in einem offenen Brief an die Mitglieder des Senats.

Zur Wahl treten die Amtsinhaberin Birgitta Wolff und der frühere Vizepräsident der Goethe-Universität, Enrico Schleiff, an. Zwei weitere Kandidaten hatte der Hochschulrat nicht zur Wahl zugelassen. Dagegen regt sich Protest. Teile des Senats rufen dazu auf, die Wahl zu boykottieren. Sofern Wolff oder Schleiff nicht mindestens die Hälfte der Stimmen bekommen, wäre niemand gewählt.

Müller-Esterl, der von 2009 bis 2014 Uni-Präsident war, bittet die Senatsmitglieder, diesem Aufruf nicht zu folgen. „Ein Scheitern der Wahl würde zu einer längeren Periode der Verunsicherung und Führungslosigkeit der Universität führen“, schreibt er. geo

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