Affäre

Früherer AWO-Chef geht in Berufung

  • Claus-Jürgen Göpfert
    vonClaus-Jürgen Göpfert
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Der Rechtsstreit um die fristlose Kündigung des früheren Geschäftsführers der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Frankfurt geht weiter.

Jürgen Richter will vor dem Landesarbeitsgericht in Berufung gehen, nachdem das Arbeitsgericht seinen Antrag auf Lohnfortzahlung abgelehnt hat. Das teilte sein Anwalt Bernhard Lorenz mit. „Wir werden sehr, sehr gute Karten haben,“ so seine Einschätzung. Das Arbeitsgericht habe unter großem öffentlichen Druck gestanden.

Die AWO-Zentrale in Frankfurt erklärte, es sei noch keine Berufung eingelegt worden. Dies könne erst geschehen, nachdem der schriftliche Urteilstenor allen Prozessbeteiligten vorliege. Dann bleibe einen Monat Zeit für den Widerspruch. „Wir sehen einer Berufung von Herrn Richter sehr gelassen entgegen“, so der AWO-Vorstandsvorsitzende Frankfurt, Steffen Krollmann.

Richter hatte argumentiert, ihm stehe das von der AWO früher schriftlich zugesicherte Altersruhegeld von 306 000 Euro im Jahr bis Ende 2022 zu. Das Arbeitsgericht urteilte dagegen, die von der AWO am 28. Januar 2020 ausgesprochene fristlose Kündigung sei wirksam.

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