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Gerd Fischer sucht Mitschreiber zu Bockenheim.

Buch-Projekt in Frankfurt

Frischer Blick auf Bockenheim

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Der Verleger und Krimiautor Gerd Fischer will ein neues Buch über Bockenheim schreiben. Dazu sucht er Autoren, die kuriose Texte über den Frankfurter Stadtteil schreiben können.

Was Sie schon immer über Bockenheim wissen wollten, was jedoch nirgends geschrieben steht: So beschreibt Verleger und Krimiautor Gerd Fischer seine Vorstellungen von einem neuen Buch über den Stadtteil. In der vergangenen Sitzung des Ortsbeirats 2 erklärte Fischer, er suche Autoren, die einen Bezug zum Stadtteil haben und spannende Ereignisse, Persönlichkeiten oder Bemerkenswertes beschreiben können.

Die Idee ist nicht neu, die erste Lektüre „Bockenheim schreibt ein Buch“ erschien im Jahr 2015. Am Projekt beteiligten sich 40 Autoren, darunter Grünen-Ortsbeiratsmitglied Edeltraud Damerow, die ein Gedicht beisteuerte.

In vielen Texten zeigte sich laut Fischer eine starke Bindung der Autoren zum AfE-Turm: „Die Sprengung im Jahr 2014 wurde auf unterschiedliche Weise verarbeitetet.“ Auch Erzählungen über den damaligen Uni-Campus oder über Studentenproteste schafften es in die erste Ausgabe. Es folgten fünf Lesungen, die laut Fischer sehr gut besucht waren.

Die Idee für ein zweites Buchprojekt hatte Fischer gemeinsam mit Otto Ziegelmeier, dem Betreiber der Website bockenheim-aktiv.de. Weitere Herausgeber sind der Stadtteilhistoriker Norbert Saßmannshausen und der Autor Richard Grübling. Unter dem Motto „Auf Spurensuche in Bockenheim“ sind Stadtteilkenner und -liebhaber aufgerufen, ihre Themenvorschläge an den Mainbook-Verlag heranzutragen. 15 Autoren konnte Fischer bereits für seine Idee gewinnen. „Ein Autor beschreibt zum Beispiel die Kino-Geschichte Bockenheims, ein anderer befasst sich mit der Entwicklung der ansässigen Titanic-Redaktion“, so der Verleger.

Etwa 1800 Bücher wurden laut Fischer im Rahmen des ersten Projektes verkauft. „Frau Osterhage von der Buchhandlung Libretto nannte es einen lokalen Bestseller“, so der Herausgeber. Ums Geld verdienen gehe es bei den Buchprojekten aber nicht, sagt Fischer: „Entgegen der Vorstellungen vieler Menschen lohnt sich so etwas finanziell nicht. Es ist vielmehr Liebhaberei, eine Herzensangelegenheit. Spannende Geschichten, die man sich in Bockenheim erzählt, dürfen einfach nicht in Vergessenheit geraten.“

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